Dr. Horst-Schmidt-Jugendsport-Stipendium

Sport in Hessen (SIH) vom 28.10.2017
Bewerben lohnt sich
Rica Wäscher war 2017 eine der Preisträgerinnen des Dr. Horst Schmidt-Jugendsportstipendiums / Im Interview berichtet sie über ihre Erfahrungen

Rica Wäscher (3. von links) bei der Preisverleihung des Dr. Horst Schmidt-Jugendsportstipendiums 2017.                              Foto: Sportjugend Hessen

Frau Wäscher, die Bewerbungsphase für das Dr. Horst Schmidt-Jugendsportstipendium läuft. 2017 gehörten Sie zu den Preisträgern. Wie ist es dazu gekommen, dass Sie sich um das Stipendium beworben haben?
Nachdem ich mich drei Jahre aLs Spielerin, Jugendtrainerin und FSJ’lerin bei der SG 09 Kirchhof im Handball und Vereinssport engagiert hatte, wurde ich von der Geschäftsführerin des Vereins, Renate Denk, auf das Stipendium aufmerksam gemacht.

Das Stipendium ist mit 2.000 Euro dotiert. Eine tolle Anerkennung für Menschen wie Sie, die sich bereits in jungen Jahren sozial engagieren. Wollen Sie uns verraten, wofür Sie das Preisgeld verwenden?
Dass ich als eine von fünf Preisträgern ausgewählt wurde, hat mich außerordentlich gefreut und ich bin dankbar dafür. Die Preisverleihung im Wiesbadener Landtag wird mir immer als besonderes Erlebnis in Erinnerung bleiben. Das Preisgeld habe ich zurückgelegt und möchte es nach meiner Ausbildung zur Sport- und Bewegungspädagogin für meine weitere berufliche Zukunft und Qualifikation verwenden.

Haben Sie schon Pläne, wie Ihre berufliche Zukunft nach Ihrer Ausbildung aussehen soll?
Während meines Freiwilligen Sozialen Jahres im Sport bei der MT Melsungen/SG 09 Kirchhof habe ich durch die Kooperationen mit Grundschulen und Kindergärten sehr viel über Sport- und Bewegungsangebote mit Kindern gelernt, was letztlich auch zu meiner Berufswahl beigetragen hat. Seit drei Monaten sammele ich im Rahmen meines Jahrespraktikums in einer Reha-Klinik für Schlaganfallpatienten ganz neue, andere Erfahrungen im Bewegungsbereich. Meine berufliche Zukunft sehe ich in jedem Fall in der sportlichen Arbeit und dem Umgang mit Menschen. Ob ich dafür an meine Ausbildung ein Studium anschließe, weiß ich noch nicht.

Zwischen Ihrem Ausbildungs- und Wohnort und dem Vereinsort liegen mehrere Kilometer. Wie schaffen Sie es neben der Ausbildung und dem Pendeln weiter im Ehrenamt aktiv zu sein?
Für meinen Einsatz in Kirchhof bei Melsungen und dem Pendeln zu meiner Ausbildungsstätte in Melle bei Osnabrück habe ich im ersten Ausbildungsjahr über 30.000 km für dreimal Training je Woche und Trainerarbeit zurückgelegt. Das habe ich gerne getan, weil es mir großen Spaß gemacht hat und ich es zeitlich organisieren konnte, da ich während dieses Ausbildungsjahres auf Grund der Anerkennung meines Freiwilligen Sozialen Jahres als Teil des Praktikums zwei Tage pro Woche frei hatte.

Das ist jetzt anders?
Im jetzigen Ausbildungsjahr kann ich das leider nicht fortsetzen, da ich eine sehr qualifizierte Praktikumsstelle in der Nähe von Melle gefunden habe. Jetzt sind meine Tage dort ausgefüllt mit drei Tagen Schule und zwei Tagen Praktikum. Sportlich habe ich mich dem niedersächsischen HandbaIL-Drittligisten SFN Vechta angeschlossen. Hier trainiere ich dreimal die Woche und am Wochenende finden die Punktspiele statt. Bis zum Ende meiner Ausbildung im Sommer 2019 werde ich daher mein soziales Engagement aussetzen müssen. Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen speziell beim Handball macht mir aber so viel Spaß, dass ich in diesem Bereich auf jeden Fall wieder ehrenamtlich aktiv sein werde, sobald es meine Zeit erlaubt.

Ihr Engagement bezieht sich nicht nur auf den Sport. In Bad Arolsen waren Sie bei der Tafel und der Sportförderung eines Flüchtlingskindes aktiv. Woher nehmen Sie die Kraft und die Motivation für die verschiedenen Tätigkeitsfelder?
Motivation für meinen bisherigen freiwilligen Einsatz war bei mir stets der Spaß am Umgang mit Menschen. Es ist für mich immer spannend Menschen unterschiedlichster Herkunft in verschiedenen Situationen zu erleben. Es ist durchaus auch für mich eine Bereicherung zu erleben wie Kinder oder jetzt aktuell Patienten in der Reha-Klinik sich durch meine Arbeit weiterentwickeln. ….


Bewerbungen erwünscht – Bewerbungen bei der Sportjugend Hessen
Ansprechpartnerin
Sabina Berchtold
Tel. 0 69.67 89 289
SBerchtold@sportjugend-hessen.de
Bewerbungsschluss ist jeweils der 31. Januar jeden Jahres.

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