Stille Helden – TVI-Jugend geehrt

Junge Übungsleiter des TV 1844 Idsteins bei Gala mit Preisverleihung am 16. November im Kurhaus Bad Schwalbach geehrt

derr Sondergruppenpreis für (v.l.) Marco Kratz, Sarah Warrelmann, Franziska Kunert, Selina Wakulat und Gesine Füllgrabe. Es fehlt Caroline Eckert.                                         Foto: TV Idstein

Sehr überraschend wurde der erstaunlich großen Gruppe von Kandidaten des TV 1844 Idsteins Aufmerksamkeit geschenkt. Für das tolle Engagement als Übungsleiter und Übungsleiterin im TV 1844 Idstein in den Abteilungen Badminton, Leichtathletik, Tanzen oder Volleyball, wurden die 16-jährige Gesine Füllgrabe und Selina Wakulat, die 17-jährige Sara Warrelmann, der 18- jährige Marco Kratz, die 19-jährige Franziska Kunert und die 24-jährige Caroline Eckert an diesem Abend mit dem Sonder-Gruppenpreis geehrt.

Diesen Gruppenpreis übergab Herrn Horst Hahne vom Lions Club Untertaunus an die nominierten jungen Erwachsenen des TV 1844 Idsteins. Hahne ehrte die Gruppe des TV Idstein mit tollen Worten.

 

Idsteiner Zeitung vom 19.111.2018

Bei der Gala für die „Stillen Helden“ wird ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet.   Foto: wita/Martin Fromme

Ganz ohne Pathos
Gala zur Ehrung der „Stillen Helden“ im Kurhaus Bad Schwalbach / Aminata Mbengue erhält ersten Preis

Von Hendrik Jung
BAD SCHWALBACH. Es sind viele, die bei der glanzvollen Gala zur Ehrung der „Stillen Helden“ im Kurhaus von Bad Schwalbach das Wort ergreifen. Sei es bei einem Grußwort,
sei es bei einer Laudatio für die Nominierten im Alter zwischen 16 und 25 Jahren oder seien es die Preisträger selbst im Gespräch mit dem Moderations-Duo Kira Ernst und Jan Cönig. Bei all den Lobeshymnen auf das ehrenamtliche Engagement der Jugendlichen und jungen Erwachsenen gerät nur die Stille Heldin in Vergessenheit, die von der fünfköpfigen Jury mit dem ersten Preis bedacht worden ist. Lediglich in den von Malte Heine gedrehten Filmen, in denen sich die zehn Nominierten den bald 200 Gästen der Gala
vorstellen, kommt Aminata Mbengue zu Wort. Das ist schade, denn die 16-Jährige hat wirklich etwas zu sagen.

Erste Sippenleitung beim Pfadfinderstamm

Die „Stille Heldin“ will sie dabei nicht über sich sprechen, sondern über diejenigen, die sie in den vergangenen Jahren unterstützt haben.
Etwa die Betreuer bei der Kinder- und Jugendfeuerwehr in Adolfseck oder die Familie Schwalm bei der Wasserwacht der Ortsgruppe des Deutschen Roten Kreuzes in Bad Schwalbach, die ihr immer Mut gegeben hätte, Herausforderungen zu meistern.
„Ich nehme den Preis für alle an, die mir im Ehrenamt geholfen haben“, sagt Aminata Mbengue ohne jedes Pathos. Zehn bis zwölf Stunden pro Woche sei die Oberstufenschülerin der Nikolaus-August-Otto-Schule, in deren Big Band sie auch an diesem Abend spielt, ehrenamtlich aktiv. Da wird auch mal beim Dienst im Taunussteiner Jugendzentrum Koop
für eine Klausur gelernt und der Probe beim Musikzug Bleidenstadt Vorzug vor dem Schreibtisch gegeben. „Schule ist nicht alles“, findet Aminata Mbengue. Obwohl mittlerweile
alle Noten für das Abitur zählten, müsse auch Platz für die Aktivitäten sein, die ihr so viel Spaß machen. „Du reihst die Dinge, die Du für andere tust, in deinen Alltag
ein“, lobt der Schirmherr der Veranstaltung, Landrat Frank Kilian, in seiner Laudatio.

Aber auch andere Stille Helden haben oft mehr als einen Ehrenamtstermin im Wochenplan stehen. So ist der 17-jährige Sebastian Weber, der mit dem zweiten Preis ausgezeichnet wird, nicht nur im Schulsanitätsdienst aktiv. Seit den Herbstferien hat er seine erste Sippenleitung beim Pfadfinderstamm Robin Hood übernommen und auch als Betreuer beim
Ferienspaß in Hettenhain gibt er etwas von dem zurück, von dem er selbst als Kind profitiert hat. Der 22-jährige Jakob Möhn schließlich ist sowohl bei der Freiwilligen
Feuerwehr als auch dem Turnverein in Kettenbach sowie als Jugendsprecher im Sportkreis Rheingau-Taunus aktiv. Einen zusätzlichen Sonderpreis haben die Jurymitglieder
bei den Vertretern des Lions Clubs Untertaunus für den Turnverein Idstein erwirkt, von dem gleich fünf junge Übungsleiterinnen und Übungsleiter nominiert gewesen sind. „Es ist eine gute Idee, auch mal die zu ehren, die ganz frisch dabei sind und noch viele Jahre im Ehrenamt sein sollen“, lobt Staatssekretär Manuel Lösel das Konzept der Veranstaltung.
An deren festlicher Gestaltung sind rund achtzig Personen ehrenamtlich beteiligt. Sei es bei der Verköstigung der Gäste, der Organisation oder dem Rahmenprogramm.
Die meisten von ihnen sind Jugendliche oder junge Erwachsene.

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