Handball erst nach den Herbstferien

Wiesbadener Kurier vom 30.04.2021
Klares Bild nach Umfrage bei Vereinen des Bezirks / Pläne für den Wiedereinstieg des Nachwuchses

Wann kann die Handball-Jugend – hier Henry Gottron, der mittlerweile in den Oberliga-Kader der HSG-Breckenheim Wallau/Massenheim aufgerückt ist – wieder spielen? Archivfoto: rscp/Frank Heinen

Von Stephan Neumann
WIESBADEN. Planspiele statt echte Spiele, etwas anderes bleibt auch den Verantwortlichen im Handballbezirk Wiesbaden/Frankfurt derzeit nicht übrig. Auch der Ansatz, das Geschehen in der warmen Jahreszeit aus den Hallen ins Freie zu verlegen, hat aufgrund aktueller Corona-Verordnungen einen Dämpfer erhalten. Die für Mai und Juni geplanten Beachhandball-Hessenmeister-schaften für C- bis A-Jugend seien abgesagt worden. In der Hoffnung, sie vielleicht im August und September nachholen zu können, bestätigt Bezirksjugendwart Achim Kähler. Darüber hinaus habe eine im Laufe des Aprils durchgeführte Umfrage bei den Vereinen ein klares Meinungsbild ergeben: „Diejenigen, die geantwortet haben, gehen zu hundert Prozent davon aus, dass es erst nach den Herbstferien weitergehen beziehungsweise losgehen kann.“

In Zusammenhang mit den vom 11. bis zum 23. Oktober dauernden Herbstferien in Hessen stufen die Vereine den möglichen Termin für einen Neustart des Ligabetriebs demnach mit Zurückhaltung ein -und würden es sicher nur allzu gerne sehen, wenn es früher losgehen könnte. Wo doch gerade im Nachwuchsbereich gar nicht absehbar ist, ob Mann-


schaften Spielerinnen und Spieler verlieren, die sich vielleicht anderen Sportarten zuwenden oder ausanderen Gründen nicht dem Handball verbunden bleiben.

Im Bezirk Wiesbaden ist der vorläufige Meldeschluss der Teammeldungen für die Spielzeit 2021/2022 auf den 9. Mai festgelegt worden. Mit der Option, das Anmeldefenster eventuell nochmals zu öffnen, erläutert Kähler.Davon abgesehen sei nach jetzigem Stand keine direkte Qualifikation auf Hessenebene geplant. Bei A- und C-Jugend soll beispielsweise auf Bezirksebene in Staffeln gestartet und bis zum Jahreswechsel gespielt werden, ehe die besten Teams den Sprung in Richtung Oberliga anvisieren können. Es sind und bleiben aber Planspiele angesichts aller Ungewissheiten des Pandemiegeschehens. Was den A-Jugendbereich mit Blickrichtung Bundesligaaufstieg angeht, könnte es zu einer Fünferqualifikationsrunde mit den Teilnehmern HSG Breckenheim Wallau/Massenheim, HSG Hochheim/Wicker, TuS Holzheim, TSG Oberursel und HSG Rodgau Nieder-Roden kommen. Ein Quintett, das einen oder zwei Teilnehmer ausspielen könnte. Auf allen Ebenen sei aber “nichts beschlossen”, bekräftigt Achim Kähler.

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