Idsteiner Happy End im Handball-Krimi

Landesligist ringt Linden mit 25:24 nieder / TG Kastei hält nach Kantersieg die Klasse

IDSTEIN (sud). Die Spieler des TV Idstein lagen sich nach dem Abpfiff in den Armen, Aushilfs-Coach Sascha Marxen saß emo-tionalsichtbar gezeichnet und erschöpft auf der Bank. In einem wahren Krimi hatten die Landesliga-Handballer die HSG Linden 25:24 (13:13) niedergerungen und sich so alle Chancen auf den Klassenerhalt bewahrt. Durch den Sieg schloss Idstein zu den Mittelhessen in der Tabelle auf. Umjubelter Spieler war Niklas Schmidt, dem 15 Sekunden vor dem Abpfiff bei angesagtem Zeitspiel mit einer feinen Einzelleistung das befreiende 25:23 gelungen war. Linden schaffte nur noch den Anschluss. „Ich war selbst überrascht, dass ich so viel Platz hatte. Diese Chance nimmt man dann, steckt alles in den Wurf rein und hofft, dass das Ding drin ist. Augen zu und durch, glücklicherweise hat es funktioniert“, sagte der Rückraumspieler.

Im ersten Durchgang hatten er und seine Teamkollegen mit den körperlich robusten Gästen so ihre Probleme. Schnell lag der TV hinten, konnte aber bis zur Halbzeit ausgleichen. Nach Wiederanpfiff legte erneut Linden

vor, doch Idstein gab nie auf. Eine Niederlage konnten sich die Hausherren in dieser Phase der Saison schlicht nicht leisten. „Wir haben durch die letzten Spiele so viel Selbstvertrauen dazugewonnen. So haben wir uns immer wieder herangekämpft. Das war eine absolute Teamleistung und absoluter Wille“, sagte Schmidt.Spielmacher Jonas Cremers lobte vor allem die Disziplin: „Das war entscheidend. Wir haben diszipliniert den Ball laufen lassen, niemand hat überhastet agiert, alle haben die Ruhe bewahrt und was wir uns vorgenommen haben, umgesetzt.“ So sahen die lautstarken Zuschauer ein spannendes und gutes Landesligamatch. Am Ende war nicht nur das Glück auf Idsteiner Seite, die Mannschaft hatte es auch selbst erzwungen. Die Chance auf den Klassenerhalt ist zum Greifen nahe. „Aber rechnen darf man gar nicht. Man muss so viel Punkte holen wie möglich und darf nur von Spiel zu Spiel schauen“, sagt Cremers.

Idstein: Festerling, Scheffer; Kaiser, Payer, Engel (5), Schulz (3), Hormann, Riemenschneider, Tim-mermann, J. Cremers (2), Battermann (2), Schubert (8/4), Stübing (2), Schmidt (4).

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