Stark gespielt, aber verloren

Auszug aus Wiesbadener Kurier vom 23.01.2023

Von Susan Dobias

Stark gespielt, am Ende stand der TV Idstein aber wieder mit leeren Händen da. Beim 25:26 (14:11) gegen die HSG Wettenberg schnupperten die „Jungen Wilden“ schon an der Überraschung, verpassten sie dann innerhalb der letzten fünf Minuten denkbar knapp. „Letztlich hat uns zum Ende hin die Breite auf der Bank gefehlt. Das war entscheidend“, resümierte Coach Jan Welsch. Das ganze Team sei sehr enttäuscht. „Unterm Strich haben wir uns diese Enttäuschung erarbeitet. Das ist das Positive und das müssen wir mitnehmen.“

Denn vor der Partie hatte wohl niemand einen Euro auf den krassen Außenseiter gesetzt. Idstein überraschte aber alle und dominierte den Oberliga-Absteiger. Teilweise betrug der Vorsprung fünf Treffer.

Tim Bingels Rote Karte wegen Foulspiel (51.) sowie der fast gleichzeitige verletzungsbedingte Ausfall von Philipp Sitte raubten dem Team die Stärke im Rückraum. Zumal drei etatmäßige Rückraumspieler von vornherein fehlten. Wettenberg nutzte dies und stellte auf Manndeckung für die im Rückraum verbliebenen Bosse Welkenbach und Jonas Cremers um. Bis auf Außen- und Kreisspieler hatte Welsch niemanden mehr auf der Bank. „Wir sind richtig stolz auf unsere Leistung. Das war für unser Niveau einfach stark. Aber natürlich ist der Frust groß“, sagte Welsch. Mit sechs Punkten bleibt Idstein im Tabellenkeller.

Idstein: Zumdick, Knezevic; Payer (2), Mijatovic (1), Kaiser (1), Sitte (3), Angelov (1), Konrad, Welkenbach (5), Bierod (1), J. Cremers (4/3), Bingel (1), Stübing (4), Grandpierre (2),

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