TG Kastel extrem gebeutelt

Auszug aus Wiesbadener Kurier vom 23.09.2022
Personalsorgen drücken beim Handball-Landesligisten auf die Stimmung / HSG VfR/Eintracht gegen Griedel

WIESBADEN (sud). Während die HSG VfR/Eintracht Wiesbaden ihre gute Leistung aus der Vorsaison konserviert hat und mit zwei Siegen gestartet ist, warten der TV Idstein, die TG Kastei und die HSG EppLa noch auf die ersten Punkte in der neuen Saison. Aufsteiger HSG Hochheim/Wicker konnte sich mit einem Erfolg zuletzt die ersten Zähler in der Handball-Landesliga erkämpfen.

Ob die noch punktlosen heimischen Teams am Wochenende endlich Zählbares holen, bleibt abzuwarten. EppLa scheint mit der Partie am Samstag (19 Uhr) beim Aufsteiger HSG Dilltal einen machbaren Gegner vor der Brust zu haben. Doch für Idstein und Kastel dürften die Trauben ziemlich hochhängen. Die junge Idsteiner Mannschaft empfängt am Samstag (17 Uhr) das Top-Team der TSG Münster, Kastel einen Tag später (17.30 Uhr) den anderen Oberliga-Absteiger HSG Wettenberg.
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Ob für die Idsteiner Jungspunde was gegen Münster gehen wird? Gegen Wettenberg hat das junge Team Lehrgeld bezahlt, vor allem in der Offensive. An die Abwehrleistung gilt es dagegen anzuknüpfen. „Daran orientieren wir uns. Das war ordentlich“, sagt Coach Jan Welsch. Immerhin ließen seine Jungs bei Halbzeit nur neun Gegentore zu, am Ende waren es 23. Das große Problem war die eigene Effizienz vor dem gegnerischen Tor. Fünf Treffer zur Halbzeit, die ersten 20 Minuten ohne eigenen Torerfolg und am Ende 15 Stück sind ausbaufähig. „Wir haben eine blutjunge Truppe. Fast keiner hat Landesliga-Er-fahrung. Sie waren enorm aufgeregt“, berichtet Welsch. So stimmte öfters das Timing nicht, ließ man sich in guter Position zu viel Zeit und dann auch etwas abdrängen. An Tempo und Härte in der Landesliga müssen sich die aus der Jugend und unterklassigen Ligen gekommenen Spieler noch gewöhnen. Diese Zeit bekommen sie. Münster wird daher kein Gradmesser sein.

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