Trainer-Duo führt Idsteins junge Wilde

Wiesbadener Kurier vom 02.09.2022
Jan Welsch und Sascha Marxen sollen Umbruch bei den TVI-Handballern gemeinsam stemmen

IDSTEIN (sud). Jugend forscht lautet das Motto beim TV Idstein in dieser Landesliga-Saison. Nach zahlreichen Abgängen gestandener Routiniers hat bei den TV-Handballern der große Umbruch begonnen. Stammspieler wie Moritz Schubert, Sören Battermann (beide Schierstein), Luca Engel (Griesheim), Tim Schulz, Niklas Schmidt sowie die Torhüter Paul Kaufmann und Jobst Scheffer (Hoch-heim/Wicker) sind weg.

Talente wie die aus der eigenen Jugend stammenden Arne Kaiser, Tobias Riemenschneider, Matteo Payer, Niklas Rausch und Melvin Marxen sowie weitere junge und hungrige Spieler wie Bosse Welkenbach, Tim Bingel (beide Breckenheim Wallau/Massenheim II), Philipp Sitte (Limburger HV), Jan-Niklas Angelov (Schwarzbach) sowie der erfahrene Torhüter Nikola Knesevic (Nahe-Glan) kamen hinzu und sollen das Projekt Neuanfang und Klassenerhalt stemmen.

Auch im Trainer- und Betreuerstab gab es Veränderungen. „Wir haben uns in der Breite stärker aufgestellt“, bestätigt Coach Jan Welsch. An seiner Seite wird künftig gleichberechtigt der ehemalige A-Jugendtrainer Sascha Marxen agieren, der schon in der Endphase der Vorsaison dabei war. Beide Trainer kennen sich aus gemeinsamen aktiven Zeiten und schätzen sich sehr.

„Das bedeutet mehr Input, mehr Know-how. Wir werden uns so gut abstimmen, wie es

geht“, sagt Welsch. Marcus Riemenschneider fungiert künftig als Betreuer und kümmert sich um alles Organisatorische, Torwarttrainer Karsten Wagner auch noch um die finanziellen und wirtschaftlichen Angelegenheiten.

Kooperation mit MT Melsungen?:

Mehr Know-how könnte auch eine mögliche Kooperation mit dem Bundesligisten MT Melsungen bringen. Dessen Geschäftsführer Axel Geerken weilte unter der Woche beim Handball-Sommercamp des TVI und ist einem regelmäßigen Austausch scheinbar nicht abgeneigt. Noch waren es aber nur lose Gespräche, die eine schöne Abwechslung zur harten, aber guten Vorbereitung waren. „Mit den jungen Leuten macht es enorm viel Spaß. Sie sind willig, kommen motiviert ins Training und haben einfach Bock, Landesliga zu spielen: Diese Energie und das Funkeln sieht man ihnen einfach an“, sagt Welsch. Natürlich fehlt den Jungen Wilden noch die Qualität eines Mo Schubert, die Härte eines Sören Battermanns oder die Schlitzohrigkeit eines Niklas Schmidt. Aber sie haben laut Welsch Qualität und machen ihre Defizite durch enormen Einsatz wett. Alle genießen die Aufbruchstimmung im Team, in dem mit Jonas Cremers, Bastian Grandpierre und Lars Stübing eigentlich nur noch drei Stammspieler übrig geblieben sind. Ziel sei der Klassenerhalt und die Weiterentwicklung der Spieler, sagt Welsch.

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