Ein Gewinn für alle

Die Sportassistent/innen-Ausbildung der Sportjugend Hessen / Ein Erfahrungsbericht

Sportjugend vom 04.12.2021

Herbstferien 2021. In der Sporthalle der Sport-und Bildungsstätte Wetzlar sitzen 22 Jugendliche auf dem Boden im Kreis. Die 13-bis 16-jährigen angehenden Sportassistent/innen besprechen ihre ersten eigenen Unterrichtsversuche. Was lief gut? Hat es Spaß gemacht? Was klappte weniger gut? Wie war es, vor der Gruppe zu stehen? War meine Stimme laut und deutlich und sind meine Erklärungen für alle gut verständlich? Was würde ich auf Anhieb das nächste Mal anders machen?

Mit Spaß und Kreativität Sportassistent/in werden – Foto Jürger Lecher

Learning by Doing im geschützten Raum

Ein konstruktives Feedback von der Gruppe und dem Ausbildungsteam gehört zu den Grundprinzipien der Ausbildung. Das zweiköpfige Ausbildungsteam der Sportjugend Hessen beobachtet und begleitet, stellt gezielte Fragen und moderiert die Diskussionsrunde der Jugendlichen untereinander. Das Team schafft einen geschützten Raum in wertschätzender Atmosphäre, in der die Jugendlichen sich aufgehoben fühlen und voneinander lernen können.

Viel nachgefragte Ausbildung

Die Sportassistent/innen-Ausbildungen sind seit vielen Jahren erfolgreich und bei den Vereinen sehr beliebt. In der Regel gibt es im Jahr acht bis zehn Ausbildungen mit 160-200 Jugendlichen. Die Lehrgänge haben 30 Lerneinheiten und finden entweder an zwei Wochenenden oder in einer Ferienwoche statt. Die angehenden Sportassistent/innen sind alle Mitglied in einem hessischen Sportverein und haben Freude daran, anderen Kindern und Jugendlichen im Verein etwas beizubringen.

„In der Pubertät kommen Jugendliche in eine Lebensphase, in der sie häufig den klassischen Vereinsangeboten entwachsen und andere Interessen außerhalb des Sports entwickeln. Verfolgen sie keine leistungssportliche Laufbahn, wenden sie sich oft vom Verein ab. Will man Jugendliche an den Verein binden und sie für ein Engagement im Sport gewinnen, ist es wichtig, ihnen frühzeitig motivierende Aufgaben zu übertragen und sie dafür gut zu qualifizieren”, weiß die Leiterin Ausbildung bei der Sportjugend Hessen, Gabi Albrecht. „Dass das sinnvoll ist, passt zu diversen Jugendstudien. Sie besagen immer wieder, dass Jugendliche sich am liebsten im Sport engagieren.”

Praxistauglich und kreativ

Keine Ausbildung ohne Theorie. Es geht um Aufsichtspflicht, Sicherheit in der Sporthalle, Kommunikation oder die eigene Rolle als Sportassistent/in. Hierbei kommen moderne, abwechslungsreiche und kreative Methoden der Jugendbildung zum Einsatz, wichtig ist den Ausbilder/innen ein spielerisches, spaßbetontes Lernen. Die Rückmeldungen der Jugendlichen in den Feedbackbögen sprechen für sich: „Die Methoden waren klasse, da man logisch und körperlich an die Dinge ran gehen muss.” „Sie waren teilweise richtig lustig, und man musste sich richtig was einfallen lassen, kreativ sein”. „Die Methoden waren größtenteils darauf ausgerichtet, dass wir selber unsere Fehler einsehen und verbessern konnten, das war super hilfreich.” „Ich glaube, dass ich alle hier vermissen werde, und es hat mir echt Spaß gemacht!”
Die nächste Ausbildung ist für die zweite Osterferienwoche vom 18.04. bis 22.04.2022 im Jugendzentrum Ronneburg geplant.

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