Hängepartie mit den Unentschlossenen

Wiesbadener Kurier vom 28.02.2020
TV Idstein hofft auf Klarheit bei der Kaderplanung und ein Ende der Negativserie am Samstag in Lollar

Idstein (sud). Nach dem emotionalen Höhepunkt gegen Petterweil vor 750 Zuschauern mit TV-Präsenz geht es für die Landesliga-Handballer des TV Idstein in den Saisonendspurt. Und der soll am Samstag (19 Uhr) mit einem Sieg bei der abstiegsbedrohten HSG Lollar/Ruttershausen eingeläutet werden. Seit drei Spieltagen warten die Idsteiner auf ein Erfolgserlebnis.

„Wir wollen unseren Negativtrend stoppen. Es nervt schon, die drei Niederlagen haben uns ein wenig zugesetzt“, gesteht TVI-Coach Jan Welsch. Kann die Mannschaft den Hebel nicht umlegen, droht sie den Eindruck einer bis dato herausragenden Saison etwas zu trüben. Noch hält der Aufsteiger den zweiten Tabellenplatz, doch vier Teams liegen auf der Lauer und warten nur auf einen weiteren Ausrutscher.

Nicht einzuschätzen ist dabei der Gastgeber. Mit 6:30 Punkten scheint der Abstieg schon
fast besiegelt zu sein. Hat sich Lollar also bereits seinem Schicksal ergeben, spielt locker und befreit auf oder ist es noch unter Druck? Welsch geht davon aus: „Sie stehen mit dem Rücken zur Wand, müssen punkten. Wir sind gerade ob unserer eigenen Verfassung vorgewarnt. Ich hoffe aber, dass wir wieder an unsere guten Zeiten anknüpfen können.“ Davon abgesehen haben einige TVI-Akteure mit Blick auf die nächste Saison noch keine Entscheidung getroffen. Ein Zustand, der es dem Verein fast unmöglich macht, Gespräche mit potenziellen Neuzugängen zu führen. Für den TVI ist dies angesichts des fortgeschrittenen Zeitraums sehr unbefriedigend. Denn längst machen die Konkurrenten aus der Umgebung personell Nägel mit Köpfen. Welsch hat bereits signalisiert, dass er weitermacht. Nun hofft er auf schnelle Entscheidungen der betroffenen Akteure.

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