HSG VfR/Eintracht verliert trotz starker Leistung

Wiesbadener Kurier vom 03.02.2020
HSG VfR/Eintracht muss sich Spitzenreiter Petterweil geschlagen geben – TV Idstein enttäuscht vor eigenem Publikum

WIESBADEN/IDSTEIN (sud). Quasi mit dem letzten Aufgebot hat die HSG VfR/Eintracht Wiesbaden dem souveränen Tabellenführer der Handball-Landesliga Paroli einen großen Kampf geliefert. Der Sieger hieß am Ende zwar TV Petterweil, doch der 27:25 (12:13)-Erfolg der Mittelhessen fiel mehr als glücklich aus. „Das war eine super Leistung. Es haben Kleinigkeiten gefehlt und die Schiedsrichter waren ein ganz großer Faktor“, resümierte HSG-Coach Alexander Müller.
Eine klare einheitliche Linie der Referees war nicht wirklich zu erkennen, oft zum Nachteil der Hausherren. Noch dazu kam, dass einzig Tom Schmelzer und Tim Hieronimus, der später für ein Foulspiel Rot sah (48.), für Entlastung sorgen konnten. Dennoch hielt Wiesbaden das Spiel bis zum Schluss offen, hatte kurz vor dem Ende sogar die Chance auf einen Punkt. „Es ist extrem bitter, wenn man so lange führt. Aber es war der Tabellenführer, der erst zwei Punkte abgegeben hat und bestens besetzt hier angekommen ist. Dafür haben wir ein hervorragendes Spiel abgeliefert. Darauf müssen wir aufbauen”, sagte Leon Walter.
HSG: Gippert, Kellner; Kirchmeier (7/3), Walter (3),Matejka, Seiwert (2), Hieronimus, Schreiber (5), Stadermann (3), Henkelmann (5), Schmelzer – Disqualifikation: Hieronimus (48./Foulspiel).

Deutlich angefressener waren derweil die Handballer vom TV Idstein. Zumal TVI-Trainer Jan Welsch so eine Vorahnung hatte. „Ich habe gesagt, dass wir aufpassen müssen, nicht zu zufrieden zu werden und uns zu sicher zu fühlen“, sagte der Coach des Handball-Landesligisten. Bisher hatten das seine Spieler immer verinnerlicht, doch beim 25:31 (14:13) gegen die TSF Heuchelheim klappte es nicht. Von Beginn an fehlte gegen die extrem motivierten Gäste die nötige Kosequenz. Zudem vernagelte Fabian Schomburg das Tor der Heuchelheimer. Ein paar unglückliche Schiedsrichterpfiffe kamen auch noch hinzu. „Das ist schon eine Enttäuschung. Wir haben es dem Gegner zu leicht gemacht, konnten den Hebel dieses Mal einfach nicht mehr umlegen“, begründete Welsch die vierte Saisonniederlage, die die bisher überragende Spielzeit des Aufsteigers aber nicht schmälert. Daher wird Idstein das Spiel schnell abhaken. Zumal die Niederlage keine Folgen hat. Der TV ist weiter Tabellenzweiter. Für Welsch stellt sich nur die Frage, welche Reaktion die Mannschaft in den kommenden Partien zeigen wird.

TVI: Kaufmann, Zumdick; Grandpierre (3), Timmermann, Engel (3), Flock, Schulz (4), Y. Cremers, Bierod, J. Cremers (4), D. Welsch (1), Kocak, Schubert (8/1), Kopp (2).

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