Kühler Kopf gepaart mit Kampfgeist

Wiesbadener Kurier vom 27.01.2020
Die Idsteiner Landesliga-Handballer gewinnen in Holzheim 35:32 — vor allem dank Moritz Schubert

DIEZ (sud). Bastian Grandpierre waren die hart umkämpften 60 Minuten im Gesicht anzusehen. Den geschwollenen dicken Wangenknochen musste der Rechtsaußen des TV Idstein mit einem Eispack kühlen – und dennoch lächelte er. Grund waren zwei weitere Punkte in der Handball-Landesliga. Mit 35:32 (20:17) rangen die Idsteiner den Gastgeber TuS Holzheim nieder und feierten den insgesamt zwölften Sieg ausgelassen. „Es war heute ein extremes Kampfspiel. Sie haben es uns schwergemacht“, sagte Grandpierre.

Spielerisch konnte Idstein dieses Mal nicht überzeugen, war den Hausherren dennoch überlegen. Im ersten Durchgang war es vor allem Moritz Schubert, der mit seinen Treffern den TVI im Spiel hielt und vor allem in der Endphase die Nerven behielt. „Er hat uns quasi alleine am Leben erhalten“, betonte Jonas Cre-mers. Besonders durch die Idsteiner Zeitstrafen im zweiten Abschnitt blieb Holzheim immer dran und konnte teilweise vorlegen. „Da haben wir uns selber in Verlegenheit gebracht: ob es nun Zwei-Minuten-Strafen waren oder technische Fehler. Spielerisch waren wir klar stärker“, bilanzierte Coach Jan Welsch. War sein Team wieder vollzählig, hatte es immer eine Antwort parat, zog davon und gewann verdient. „Am Ende war es der Kampfgeist, vielleicht ein bisschen Glück und wir haben kühlen Kopf bewahrt“, resümierte Cre-mers.

TVI: Kaufmann, Zumdick;Timmermann, Engel (2), Schulz (6), Grandpierre (4), Y. Cremers, Bie-rod, J. Cremers (3), D. Welsch (5), Kocak (1), Schubert (13/7), Kopp (1).

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