Guidelines und Interpretationen

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Austausch von Spielern und Offiziellen (Regeln 4:1 – 4:2)
Hat eine Mannschaft nicht das volle Kontingent an Spielern (Regel 4:1) oder Offiziellen  (Regel 4:2) ausgeschöpft, ist es bis zum Ende des Spiels (einschließlich der Verlängerungen) erlaubt,

  • eine eingetragenen Spieler als Offiziellen nachzutragen, sowie
  • einen eingetragenen Offiziellen als Spieler nachzutragen.

Dabei darf die höchstzulässige Anzahl von Spielern bzw. Offiziellen nicht überschritten werden.

Der Spieler bzw. Offizielle ist in seiner ursprünglichen Funktion zu streichen und der Vorgang im Spielbericht anzumerken. Ein Ersatz des in dieser Funktion gestrichenen Spielers bzw. Offiziellen ist nicht erlaubt. Ebenso ist es unzulässig, einen anderen Teilnehmer im jeweiligen Funktionsbereich zurückzuziehen, um einen Wechsel unter Beachtung des jeweiligen maximalen Kontingents vornehmen zu können. Ein Teilnehmer darf zudem nicht gleichzeitig als Spieler und als Offizieller eingetragen sein.

IHF, Kontinentalverbände und nationale Verbände haben das Recht, für ihren Bereich abweichende Regeln zu treffen.

Die vor dem Funktionswechsel erhaltenen persönlichen Strafen (Verwarnungen, Hinausstellungen) werden sowohl für das persönliche Kontingent als auch für die Kontingente “Spieler” bzw. “Offizielle” mitgenommen.

Spielfeldmarkierungen (Regel 1, Auswechselraumreglement Ziffer 1)
Die Grenzlinie für die Coachingzone ist zur besseren Information gedacht. Sie ist 50 cm lang und wird (außerhalb der Spielfläche, parallel zur Mittellinie) im Abstand von 350 cm gezogen. Sie beginnt 30 cm außerhalb der Seitenlinie (empfohlenen Maße).

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Team-Time-out (Regel 2:10, Erläuterung 3)
Die letzten fünf Spielminuten beginnen, wenn die Spieluhr 55:00 bzw. 05:00 zeigt.

Spielerwechsel (Regel 4:4)
Das Verlassen und Betreten der Spielfläche darf nur über die eigene Auswechselseite erfolgen. Eine Ausnahme bildet das Verlassen der Spielfläche durch eine verletzten Spieler nach einer Spielzeitunterbrechung.

Dieser darf nicht gezwungen werden, die Spielfläche innerhalb des Auswechselraums zu verlassen, wenn klar ersichtlich ist, dass seine Verletzung im Auswechselraum oder in der Umkleidekabine versorgt werden muss. Zudem sollen die Schiedsrichter gestatten, dass ein Auswechselspieler die Spielfläche schon betritt, bevor der verletzte Mitspieler diese verlassen hat, um so die Unterbrechung so kurz wie möglich zu halten.

Zusätzlicher Spieler (Regel 4:6 Abs. 1)
Beztritt ein zusätzlicher Spieler die Spielfläche ohne Auswechslung, erhält dieser Spieler eine Hinausstellung.
Lässt sich der fehlbare Spieler nicht mehr feststellen, ist wie folgt vorzugehen:

  • Der Technis he Delegierte (die Schiedsrichter) fordern den Mannschaftsverantwortlichen auf, den fehlbaren Spieler zu benennen.
  • Weigert sich der Mannschaftsoffizielle, den fehlbaren Spielr zu benennen, benennt der Technische Delegierte (die Schiedsrichter) einen Spieler. Dieser Spieler erhält eine Hinausstellung. Diese wird ihm persönlich angelastet.

Hinweise:

  • Als “fehlbarer Spieler” kann nur ein Spieler benannt werden, der sich zum Zeitpunkt der Unterbrechung auf der Spielfläche befindet.
  • Handelt es sich für den benannten Spieler um seine dritte Hinausstellung, ist er nach Regel 16:6d zu disqualifizieren.

Nicht erlaubte Gegenstände, Helme, Gesichtsschutz und Protektoren (Regel 4:9)
Alle Arten und Größen von Helmen und Gesichtsmasken sind untersagt. Das Verbot bezieht sich nicht nur auf komplette Masken, sondern auch auf Masken, die Teile des Gesichts bedecken.

Bei Knieprotektoren sind metallische Teile verboten, Kunststoffteile müssen vollständig gepolstert sein.

Ellbogenschoner dürfen nur aus weichem Material bestehen.

Verbände und Schiedsrichter haben nicht das Recht, in einzelnen Fällen Ausnahmen zu erlauben. Wendet sich jedoch ein Mannschaftsverantwortlicher wegen eines Zweifelfalls an den Delegierten oder die Schiedsrichter, entscheiden diese aufgrund der  Bestimmungen der Regel 4:9 und den “Guidelines”. Im Vordergrund stehen dabei die Grundsätze “nicht gefährlich” und “kein unrechtmäßiger Vorteil”. Diese Regelung wurde in Absprache mit der Medizinischen Kommission der IHF eingeführt.

Eregänzende Hinweise (Handlungsanleitung für Schiedsrichter und Technische Delegierte) vgl. Anhang 1 und Anhang 2.

Harz (Regel 4:9)
Die Verwendung von Harz ist erlaubt, Harzdepots an den Schuhen sind zugelassen. Dies stellt keine Gefährdung des Gegeners dar.

Nicht erlaubt sind Harzdepots an der Hand oder am Handgelenk. Sie stellen eine Gefahr für den Gegener dar, da das Klebemittel in deren Gesicht oder Augen gelangen könnte. Dementsprechend ist diese Praxis laut Regel 4:9 verboten.
Nationale Verbände haben das Recht., für einzelene Kategotien abweichende Regelungen zu erlassen.

Versorgung von Verletzten (Regel 4:11)
Haben sich, beispielsweise durch einen Zusammenprall, mehrere Spieler der gleichen Mannschaft verletzt, können die Schiedsrichter oder der Delegierte weiteren teilnahmeberechtigten Personen erlauben, die Spielfläöche zwecks Versorgung von Verletzten zu betreten. Ebenso überwachen die Schiedsrichter und der Delegierte das Betreten der Spielfläche durch Personen ddes Sanitätsdienstes.

Verletzter Torwart (Regel 6:8)
Der Torwart wird von einem Wurf aus dem Spiel heraus getroffen und ist handlungsunfähig. Grundsätzlich hat in solchen Fällen der Schutz des Torwarts oberste Priorität. Im Hinblick auf die Wiederaufnahme des Spiels sind folgende Situationen denkbar:

  1. Der Ball geht ins Seiten- oder Toraus, liegt oder rollt im Torraum. Korrekte Regelanwendung: Spiel sofort unterbrechen, Wiederaufnahme mit Einwurf bzw Abwurf.
  2. Die Schiedsrichter haben das Spiel unterbrochen, bevor der Ball ins Aus gelangte oder im Torraum liegen blieb/rollte. Richtige Regelanwendung: Das Spiel wird mit dem entsprechenden Wurf wieder aufgenommen.
  3. Der Ball befindet sich über dem Torraum in der Luft. Korrekte Regelanwendung: Ein bis zwei Sekunden zuwarten, bis eine Mannschaft im Ballbesitz ist. Spiel unterbrechen, Wiederaufnahme mit Freiwurf für die ballbesitzende Mannschaft.
  4. Der Schiedsrichter pfeift zum Zeitpunkt, in dem der Ball noch in der Luft ist. Korrekte Regelanwendung: Wiederaufnahme des Spiels mit Freiwurf für die Mannschaft, die zuletzt im Ballbesitz war.
  5. Der Ball springt vom handlungsunfähigen Torwart zu einem Angreifer. Korrekte Regelanwendung: Spiel sofort unterbrechen, Wiederaufnahme mit Freiwurf für die ballbesitzende Mannschaft.

Hinweis:
Ein 7-m-Wurf ist in solchen Fällen nie möglich. Der SChiedsrichter hat das Spiel zum Schutz des Torwarts bewusst unterbrochen; es handelt sich demnach nicht um einen “unberechtigten Pfiff” nach regel 14:1b.

Schrittregel, Anprellen (Regel 7:3)
Gemäß Regel 7:3c, d zählt das erste Berühren des Bodens nach der Ballannahme im Sprung nicht als Schritt (Nullkontakt). Unter “Ballannahme” ist jedoch nur die Ballannahme nach einem Zuspiel zu versstehen. Demgegenüber ist das eigene Anprellen und wieder Fangen des Balls in der Luft nicht mehr als “Ballannahme” im Sinne der Regel zu verstehen. Der Bodenkontakt nach Anprellen zählt deshalb ausnahmslos als Schritt.

Zählen der Anzahl der Pässe nach Vorwarnzeichen (7:11)
s. SDchulungshilfe Anhang 3

Eingreifen durch zusätzliche Spieler oder durch Offizielle (Regeln 8:5, 8:6, 8:9, 8:10b)
Greift ein zusätzlicher Spieler oder Offizieller ins Spiel ein, sind für die Bestrafung und Spielfortsetzung folgende Kriterien von Bedeutung:

  • Spieler oder Offizieller
  • Eingreifen bei klarerTorgelegenheit

Folgende Fälle sind aufgrund dieser Kriterien denkbar:

  1. Zusätzlicher Spieler, während einer klaren Torgelegenheit, ohne erkennbaren Auswechselvorgang auf der Spielfläche. Korrekte Regelanwendung: 7-m-Wurf, Disqualifikation mit Bericht.
  2. Normaler Wechselfehler. Zeitnehmer/Delegierter pfeift bei klarer Torgelegenheit. Korrekte Regelanwendung: 7-m-Wurf, Hinausstellung für 2 Minuten.
  3. Mannschaftsoffizieller läuft während einer klaren Torgelegenheit auf die Spielfläche. Korrekte Regelanwendung: 7-m-Wurf, Disqualifikation mit Bericht.
  4. Wie c, aber ohne kmlare Torgelegenheit. Korrekte Regelanwendung: Freiwurf, progressive Bestrafung.

Weitere Maßnahmen nach Disqualifikation mit Bericht (Regeln 8:6, 8:10a, b)
Die Kriterien für die Höchststufe sind in den Regeln 8:6 (für regelwidriges Verhalten) und 8:10 (für unsportliches Verhalten) festgelegt. (siehe auch Regel 8:3 Abs. 2).

Da sich die Folgen einer Bestrafung nach Regel 8:6 oder 8:10 im Spiel nicht von dem in den Regeln 8:5 und 8:9 festgelegten Strafmaß (Disqualifikation ohne Bericht) unterscheiden, wurde von der IHF in beiden Regelbestgimmungen die nachfolgende Zusatzbestimmung aufgenommen:
“… reichen sie (red. Anmerkung: die Schiedsrichter) nach dem Spiel einen schriftlichen Bericht ein, damit die zuständigen Instanzen über weitere Maßnahmen entscheiden können.

Der vorgenannte Regelsatz bildet für die zuständige Instanz die Grundlage, die vorgesehene weitergehende Bestrafung vorzunehmen. Keinesfalls darf die im Regeltext verwendete Formulierung “… können” so interpretiert werden, dass es im Ermessen der zuständigen Instanz liegt, ob eine weitergehende Bestrafung vorgenommen wird. Dies käme einer Abänderung der Tatsachenfeststellung der Schiedsrichter gleich. Das von der IHF vorgesehene strafsteigernde Maß zur Disqualifikation ohne schriftlichen Bericht wäre nicht mehr gegeben.

Kriterien Disqualifikation ohne Bericht / mit Bericht (Rehgeln 8:5, 8:6)
Die folgenden Kriterien stellen eine Hilfe bei der Abgrenzung zwischen den Regeln 8:5 und 8:6 dar:

  1. Was meint “besonders rücksichtslos”?
    • Tätlichkeiten und tätlichkeitsähnliche Aktionen
    • Skrupellose bzw. verantwortungslose Aktionen ohne jeglichen Ansatz eines regegerechten Verhaltens
    • unbeherrscht schlagend ausgeführte Aktionen
    • böswillige Aktionen
  2. Was meint “besonders gefährlich”?
    • Aktionen gegenüber einem schutzlosen Gegner
    • übermäßig riskante und folgenschwere, gesundheitsschädigende Aktionen
  3. Was meint “vorsätzliche Aktionen”?
    • bewusst und gewollt durchgeführte böswillige Aktionen
    • mutwillige, ausschließlich auf den Körper des Gegenspielers gerichtete Aktionen, die lediglich der Zerstörung der gegnerischen Aktion dienen
  4. Was sind “arglistige Aktionen”?
    • hinterhältige oder verdeckt ausgeführte Aktionen, die den Gegenspieler unvorbereitet treffen
  5. Was meint “ohne jeglichen Bezug zur Spielhandlung”?
    • Aktionenn fernab des ballführenden Spielers
    • Aktionen ohne jeglichen spieltaktischen Bezug.

Betreten des Torraums durch einen Ferldspieler (8:7f)
Spielt eine Mannschaft ohne Torwart und verliert den Ball, ist ein Feldspieler dieser Mannschaft, der den eigenen Torraum mit dem Ziel betritt, sich einen Vorteil zu verschaffen, progressiv zu bestrafen.

Anspucken (Regel 8:9, 8:10a)
Anspucken ist als tätlichkeitsähnliche Aktion zu bewerten und nach Regel 8:10a (Disqualifikation mit Bericht) zu bestrafen. Die bisherige Differenzierung zwischen “treffen” (Bestrafung nach Regel 8:10) und “nicht treffen” (Versuch, Bestrafung nach Regel 8:9) wird beibehalten.

Letzte 30 Sekunden (Regeln 8:10c, 8:10d)
Die letzten 30 Sekunden gibt es sowohl in der regulären Spielzeit (Ende 2. Halbzeit), als auch in den jeweils zweiten Halbzeiten der beiden Verlängerungen. Die letzten 30 Sekunden beginnen, wenn die Spieluhr 59 Minuten 30 Sekunden (bzw. 69:30, 79:30) oder 0 Minuten 30 Sekunden anzeigt.

Abstandsvergehen (Regel 8:10c)
Das “Nichteinhalten des Abstandes” führt nur dann zur Disqualifikation und 7-m, wenn der Wurf in den letzten 30 Sekunden (!) nicht ausgeführt werden kann.
Wird der Wurf ausgeführt und durch einen zu nahe stehenden Spieler geblockt, dann ist auch in den letzten 30 Sekunden die normale Progression vorgesehen, da der Ball die Hand des Werfers verlassen hat (siehe Regel 15:2 Abs. 1).

Die Regel findet Anwendung, wenn das Vergehen innerhalb der lerzten 30 Sekunden oder zusammen mit dem Schlusssignal erfolgte (siehe Regel 2:4 Abs. 1). Die Schiedsrichter treffen hierzu eine Entscheidung aufgrund ihrer Tatsachenfeststellug (Regel 17:11).

Disqualifikation in den letzten 30 Sekunden (Regel 8:10d)
Bei Disqualifikation eines Abwehrspielers gemäß Regel 8:5 und 8:6 in den letzten 30 Sekunden führen nur diejenigen Vergehen zu einer Disqualifikation mit Bericht und 7-m-Wurf, die der Regel 8:6 Kommentar entsprechen. Ein Vergehen eines Abwehrspielers gemäß Regel 8:5 in den letzten 30 Sekunden ist mit Disqualifikation ohne Bericht und 7-m-Wurf zu bestrafen.

Vorteilsgewährung in den letzten 30 Sekunden (8:10d letzter Absatz)
Die Schiedsrichter unterbrechen das Spielspätestens dann und entscheiden auf 7-m-Wurf, wenn der noch angespielte Mitspieler kein Tor erzielt bzw. das Spiel mit einem weiteren Pass fortsetzt.

Regel 8:10d findet Anwendung, wenn das Vergehen innerhalb der Spielzeit oder zusammen mit dem Schlusssignal erfolgt (siehe Regel 2:4 Abs. 1). Die Schiedsrichter treffen hierzu eine Entscheidung aufgrund ihrer Tatsachenfeststellung (Regel 17:11).

Eine Disqualifikation des Torwarts nach Regel 8:5 Kommentar (Verlassen des Torraums) führt auch in den letzten 30 Sekunden nur dann zu einem 7m, wenn die Voraussetzungen von Regel 8:5, letzter Absatz, erfüllt sind oder wenn es sich um ein Vergehen nach Regel 8:6 handelt.

Ausführung des Einwurfs (Regel 11:4)
Der Einwurf ist Richtung Spielfläche als direkter Wurf über die Seitenlinie auszuführen.

Ausführen von Würfen (Regel 15)
Regel 15:7 Abs. 3 und Regel 15:8 zählen Beispiele möglicher Fehler bei Ausführung von Würfen auf. Ebenso wie das Prellen oder das Niederlegen (und Wiederaufnehmen) des Balls nicht erlaubt ist, ist es regelwidrig, bei der Ausführung eines Wurfs mit dem gefassten Ball auf der Spielfläche Bodenkontakt zu haben (Ausnahme: Abwurf).
Auch in diesem Fall ist bei Fehlern gemäß Regel 15:7 und 15_:8 vorzugehen (Korrektur bzw. Ahndung).

Disqualifizierte Spieler / Offizielle (Regel 16:8)
Disqualifizierte Spieler und Offizielle müssen die Spielfläche und den Auswechselraum sofort verlassen und dürfen danach in keiner Form Kontakt zur Mannschaft haben.

Stellen die Schiedsrichter nach Wiederaufnahme des Spiels ein offensichtliches Vergehen eines disqualifizierten Spielers oder Offiziellen fest, ist dies in einem schriftlichen Bericht festzuhalten.

Es ist jedoch nicht möglich, gegen diese Spieler oder Offiziellen im Spiel zusätzliche Strafen auszusprechen, und ihre Handlungen können in keinem Fall zur Verringerung der Anzahl der Spieler auf dem Spielfeld führen. Dies gilt auch, wenn beispielsweise ein disqualifizierter Spieler das Spielfeld betritt.

Gefährdung von Spielern durch Zuschauer (Regel 17:12)
Regel 17:12 ist auch anzuwenden bei Gefährdung von Spielern durch Zuschauer, beispielsweise durch Laser-Pointer oder andere Gegenstände. Dabei ist wie folgt vorzugehen:

  • Spiel gegebenenfalls sofort unterbrechen oder nicht aufnehmen.
  • Anweisung an die Zuschauer, dies zu unterlassen.
  • Gegebenenfalls Zuschauer aus dem entsprechenden Sektor entfernen lassen und, soweit erforderlich, das Spiel erst wieder wiederaufnehmen, wenn alle Zuschauer die Halle verlassen haben.
  • Heimmannschaft anweisen, zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen zu treffen.
  • Schriftlicher Bericht.

War das Spiel zum Zeitpunkt der Feststellung bereits unterbrochen, ist gemäß Regel 14:1c zu verfahren.
Erfolgt die Spielunterbrechung zum Zeitpunkt einer klaren Torgelegenheit, ist gemäß Regel 14:1c zu8 verfahren.
In allen übrigen Fällen ist auf Freiwurf für die zuvor ballbesitzende Mannschaft an dem Ort bu entscheiden, an dem sich der Ball zum Zeitpunkt der Spielunterbrechung befand.

Anhang

  1. Handlungsanweisung für Schiedsrichter und Technische Delegierte zur Handhabung des Verbots von Gesichtsmasken und anderen nicht erlaubten Gegenständen (Regel 4:9)
  2. Erlaubte und nicht erlaubte Ausrüstungsgegenstände (4:9), Bilddokumentation
  3. Schulungshilfe “6 Pässe”

Anhang 1

Ergänzende Hinweise zum Verbot von Gesichtsmasken und anderen nicht erlaubten Gegenständen (Regel 4:9)
Immer wieder erreichen die RSK der IHF Anfragen, in denen um Stellungnahme gebeten oder sogar beantragt wird, für bestimmte Arten von Gesichtsmasken Ausnahmen zuzulassen, obwohl die hierzu in den aktuellen IHF-RSK-Guidelines und Interpretationen ergänzend aufgeführten Hinweise ein deutliches generelles Verbot zur Nutzung von Gesichtsmasken beschreiben.

Hauptargument der Frage- bzw. Antragsteller ist immer wiederdie jeweils persönliche Einschätzung, dass von der, meist mit entsprechenden Fotos dokumentierten, speziellen Gesichtsmaske  keine Gefährdung ausgehe. Die medizinische Kommission der IHF hat aber in ihrer Empfehlung zum Verbot derartiger Ausrüstungsgegenstände absolut eindeutig alle Arten und Größen von Gesichtsmasken benannt. Insofern bestünde nicht einmal  dann ein Interpretationsspielraum, wenn von der jeweiligen Gesichtsmaske keine Fremdgefährdung ausgehen würde.

Dennoch wird immer wieder darüber berichtet, dass einzelne Vereine oder Spieler mit dem Hinweis auf eine  nicht bestehende Fremdgefährdung sich über dieses generelle Nutzungsverbot hinwegsetzen wollen und die in den jeweiligen Spielen amtierende Schiedsrichter und Technische Delegierte vor zusätzliche Entscheidungsprobleme stellen.

Ein Spieler will mit Gesichtsmaske am Spiel teilnehmen
Die von den Schiedsrichtern zu treffende Maßnahmen sind dabei wesentlich vom Zeitpunkt der Erst- und ggf. Folgefeststellungen abhängig.

Grundsätzlich ist bei der Erstfeststellung der fehlbare Spieler und der entsprechende Mannschaftsverantwortliche A auf das Verbot zur Nutzung von Gesichtsmasken hinzuweisen. Der fehlbare Spieler ist zur Behebung des Mangels aufzufordern und darf erst am Spiel teilnehmen, wenn der Mangel behoben ist. Eine persönliche progressive Strafe erfolgt beim ersten Hinweis noch  nicht.

Bleibt ein Spieler trotz entsprechenden Hinweises uneinsichtig, handelt es sich bei der ersten Folgefeststellung um schwerwiegenderes unsportliches Verhalten des Spielers, das gemäß Regel 8:8a mit einer 2-Minuten Hinausstellung zu ahnden ist (Ausnahme aus regeltechnischen Gründen vgl. unten Situation 1.2). Daneben ist erneut die Beseitigung des Mangels zu fordern.

Sollte es zu einer weiteren Folgefeststellung kommen, wird dies als grob unsportliches Verhalten gewertet und der fehlbare Spieler ist gemäß Regel 8:9 mit Disqualifikation ohne Bericht zu bestrafen.

Im Einzelnen können sich nach Ansicht der RSK der IHF die folgenden – teils sicherlich  theoretischen –  Abläufe ergeben:

1.1 Wird dieser Mangel gemäß Regel 4:9 vor Beginn des Spiels (während der Aufwärmphase) erkannt, soll der Spieler und der Mannschaftsverantwortliche A nochmals auf das Verbot hingewiesen werden (Regel 17:3 Abs. 2).
Der Spieler ist dabei aufzufordern, seine Gesichtsmaske zu entfernen (Regel 4:9; IHF-RSK-Guidelines und Interpretationen).
Spieler und der Mannschaftsverantwortliche A sind zusätzlich darauf hinzuweisen, dass eine erneute Nichtbeachtung der Regel 4:9 in Anwendung der Regel 17:5 Abs. 2 und dem Vorspann zu den Regeln 8:7 als unsportliches Verhalten bewertet wird und eine progressive Bestrafung gemäß Regel 8:8a bzw. 8:9 für den Spieler nach sich zieht.

1.2 Betritt der Spieler zum Beginn des Spiels dennoch mit der Gesichtsmaske die Spielfläche, darf das Spiel nicht angepfiffen werden.
Gemäß Regel 16:11 Abs. 2 Buchstabe a ist der fehlbare Spieler zu verwarnen. Der Spieler mit der Gesichtsmaske muss die Spielfläche verlassen. Er darf erst am Spiel teilnehmen, wenn der Mangel behoben ist.

1.3 Betritt der Spieler mit der Gesichtsmaske während des laufenden Spiels die Spielfläche, müssen die Schiedsrichter oder Zeitnehmer bzw. der Technische Delegierte aufgrund der möglichen Gefährdung das Spiel unverzüglich mit Time-out unterbrechen.
Gemäß Regel 8:8a (provokatives Verhalten) ist der fehlbare Spieler mit 2-Minuten Hinausstellung zu bestrafen (Regel 16:3f).
Der Spieler muss anschließend die Spielfläche verlassen, um den Mangel zu beheben.
Erst nachdem der Spieler den Mangel behoben hat und seine Hinausstellungszeit abgelaufen ist, darf er wieder am Spiel teilnehmen.
Das Spiel wird mit einem Freiwurf – Regel 13:1a – (7-m-Wurf, wenn bei Vorliegen einer klaren Torgelegenheit unterbrochen wurde – Regel 14:1a -) für die gegnerische Mannschaft fortgesetzt.

1.4 Sollte der Spieler die Spielfläche während des laufenden Spiels erneut mit Gesichtsmaske betreten, müssen die Schiedsrichter oder der Zeitnehmer bzw. der Technische Delegierte aufgrund der möglichen Gefährdung das Spiel erneut unverzüglich mit Time-out unterbrechen.
Das wiederholte Fehlverhalten des Spielers ist im Sinne der Regel 8:9 las grob unsportlich zu bewerten.
Der Spieler ist gemäß Regel 16:6b zu disqualifizieren.
Die Bestimmungen der Regel 16:7 und 16:8 Abs. 1 – 4 sind zu beachten.
Das Spiel wird mit einem Freiwurf – Regel 13:1a – (7-m-Wurf, wenn bei Vorliegen einer klaren Torgelegenheit unterbrochen wurde – Regel 14:1a -) für die gegnerische Mannschaft fortgesetzt.

2.1 Wird dieser Mangel vor Beginn des Spiels (während der Aufwärmphase) von den Schiedsrichtern nicht bemerkt bzw. erkannt, ist ein Spieler, der sich zu Beginn des Spiels auf der Spielfläche befindet, unter Hinweis auf die Regel 4:9 zur Behebung des Mangels aufzufordern.
Das Spiel darf nicht angepfiffen werden, solange sich der fehlbare Spieler auf der Spielfläche befindet.
Der Spieler und der Mannschaftsverantwortliche A sind zusätzlich darauf hinzuweisen, dass eine erneute Nichtbeachtung der Regel 4:9 in Anwendung der Regel 17:5 Abs. 2 und dem Vorspann zu den Regeln 8:7 als unsportliches Verhalten bewertet wird und eine progressive Bestrafung gemäß Regel 8:8a bzw. 8:9 für den Spieler nach sich zieht.
Das Spiel wird anschließend wie vorgesehen mit Anwurf (Regel 10:1 Abs. 1) begonnen.

2.2 Betritt der Spieler die Spielfläche während des laufenden Spiels mit Gesichtsmaske, ohne dass diese zuvor von den Schiedsrichtern bemerkt bzw. bemängelt worden ist, müssen die Schiedsrichter oder Zeitnehmer bzw. der Technische Delegierte aufgrund der möglichen Gefährdung das Spiel unverzüglich mit Time-out unterbrechen.
Der Spieler ist unter Hinweis auf die Regel 4:9 zur Behebung des Mangels aufzufordern.
Der Spieler und der Mannschaftsverantwortliche A sind zusätzlich darauf hinzuweisen, dass eine erneute Nichtbeachtung der Regel 4:9 in Anwendung der Regel 17:5 Abs. 2 und dem Vorspann zu den Regeln 8:7 als unsportliches Verhalten bewertet wird und eine progressive Bestrafung gemäß Regel 8:8a bzw. 8:9 für den Spieler nach sich zieht.
Das Spiel wird mit einem Freiwurf – Regel 13:1a – (7-m-Wurf, wenn bei Vorliegen einer klaren Torgelegenheit unterbrochen wurde – Regel 14:1a -) für die gegnerische Mannschaft fortgesetzt.

2.3 Betritt ein Spieler trotz der vorstehenden Hinweise die Spielfläche erneut mit Gesichtsmaske, müssen die Schiedsrichter oder der Zeitnehmer bzw. der Technische Delegierte aufgrund der möglichen Gefährdung das Spiel erneut unverzüglich mit Time-out unterbrechen.
Gemäß Regel 8:8a (provokatives Verhalten) ist der fehlbare Spieler mit 2-Minuten Hinausstellung zu bestrafen (Regel 16:3f).
Der Spieler muss anschließend die Spielfläche verlassen, um den Mangel zu beheben.
Erst nachdem der Spieler den Mangel behoben hat und seine Hinausstellungszeit abgelaufen ist, darf er wieder am Spiel teilnehmen.
Das Spiel wird mit einem Freiwurf – Regel 13:1a – (7-m-Wurf, wenn bei Vorliegen einer klaren Torgelegenheit unterbrochen wurde – Regel 14:1a -) für die gegnerische Mannschaft fortgesetzt.

2.4 Sollte der Spieler die Spielfläche während des laufenden Spiels trotzdem erneut mit Gesichtsmaske betreten, müssen die Schiedsrichter oder der Zeitnehmer bzw. der Technische Delegierte aufgrund der möglichen Gefährdung das Spiel erneut unverzüglich mit Time-out unterbrechen.
Das wiederholte Fehlverhalten des Spielers ist im Sinne der Regel 8:9 las grob unsportlich zu bewerten.
Der Spieler ist gemäß Regel 16:6b zu disqualifizieren.
Die Bestimmungen der Regel 16:7 und 16:8 Abs. 1 – 4 sind zu beachten.
Das Spiel wird mit einem Freiwurf – Regel 13:1a – (7-m-Wurf, wenn bei Vorliegen einer klaren Torgelegenheit unterbrochen wurde – Regel 14:1a -) für die gegnerische Mannschaft fortgesetzt.

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Anhang 2

Ergänzende Hinweise zum Verbot von Gesichtsmasken und anderen nicht erlaubten Gegenständen (Regel 4:9)

Helm nicht erlaubt alle Arten von helmen
Gesichtsmaske nicht erlaubt auch Masken, die Teile des Gesichts bedecken
Nasenschutz erlaubt Tape, weiches Material
Stirnband erlaubt elastisches Material
Kopftuch erlaubt elastisches Material
Kapitänsbinde erlaubt am Oberarm, ca. 5 cm breit, einfarbig
Ellbogenschoner erlaubt weiches Material, dünn, kurz
Handgelenkschoner erlaubt weiches Material, dünn, kurz
Fingerband nicht erlaubt
Handschuhe nicht erlaubt
Knieprotektoren erlaubt weiches Material, kein Metall
Sprunggelenk-
Protektoren
erlaubt harte Teile abgedeckt
T-Shirt für Feldspieler
als Torwart
erlaubt gleiche Farbe wie Torwart

Die folgenden Bestimmungen sind für Veranstaltungen der IHF und der Kontinentalverbände verbindlich.

Sie gelten auch als Empfehlung für alle Spiele auf anderen Ebenen.

Langarmiges Unterziehhemd erlaubt gleiche Farbe wie Hauptfarbe des
Trikots; dünnes Materila
T-Shirt für Feldspieler

als Torwart

 erlaubt  identisch mit Torwartdress, Löcher
für Brust- und Rückennummer mit
transparentem Material abgedeckt
 Kurze Unterziehhose  erlaubt  gleiche Farbe wie Hose,
dünnes Material
 Lange Unterziehhose  nicht erlaubt
 Lange Hose  nicht erlaubt
 Socken  gleiche Farbe und Länge
Kleidung Offizielle einheitlich, enweder in Sportkleidung
oder Freizeitkleidung. Farbe einheitlich,
nicht wie Trikotfarbe der gegnerischen
Feldspieler

Beispiele

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Anhang 3

Schulungshile “Passives Spiel”

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