Weibliche B beim 2. Flames Junior-Cup

weibliche B-Jugend des TV Idstein beim Flames Junior-Cup in Bensheim

Am vergangenen Wochenende richtete die HSG Bensheim/Auerbach den 2. Flames Junior-Cup für leistungsorientierte Mannschaften der weiblichen A- und B-Jugend aus. Im Teilnehmerfeld der B-Jugend waren in erster Linie Nachwuchsmannschaften von Bundesligisten, zwei internationale Vertreter aus Zürich und Aalsmeer, Königsdorf und unsere weibliche B.

Die Aufregung war seit Wochen groß und sie wurde nicht kleiner, als wir die Gruppeneinteilung erhielten. Mit dem Thüringer HC, TSV Bayer 04 Leverkusen und GC Amitia Zürich erwarteten uns echte Großgewichte. In der zweiten Gruppe befanden sich die HSG Bensheim/Auerbach, der TuS Königsdorf, HSV Solingen-Gräfrath und GreenPark Aalsmeer. In drei Gruppenspielen und anschließenden Platzierungsspielen sollte der Sieger ermittelt werden.

Wir starteten gegen den Bundesliga-Nachwuchs aus Leverkusen, die seit Jahren bekannt für ihre gute Nachwuchsförderung sind. Die Aufregung war groß, hinzu kam der geharzte Ball, der auf unserer Seite zu einigen technischen Fehlern führten, die die Elfen gnadenlos bestraften. Und so wuchs der Rückstand stetig an. Zur Halbzeit lagen wir bereits mit 4:11 zurück. Doch unsere Junghexen zeigten Moral, konnten zwischenzeitlich auf 8:12 verkürzen, ehe Leverkusen wieder zur Startaufstellung wechselte und so einen deutlichen Sieg von 11:19 einfahren konnten.

Nach einer kurzen Pause kam es zum internationalen Duell gegen GC Amitia Zürich. Den Start verschliefen wir zunächst und lagen nach knapp 7 Spielminuten mit 1:5 zurück. Doch mit einer Serie von 4:0 Toren konnten wir gleichziehen und im weiteren Verlauf langsam aber stetig den Vorsprung ausbauen. Die knappe Halbzeitführung von 8:7, endete schließlich mit einem 15:12.

Im letzten Gruppenspiel trafen wir auf den Thüringer HC, die zuvor knapp gegen Leverkusen gewinnen konnten, somit beim Vergleich der bisherigen Ergebnisse eine schwierige Ausgangsposition für uns. Doch wie sagt man so schön „Spiele müssen erst gespielt werden“. Und so waren vermutlich auch unsere Mädels überrascht, wie gut es zunächst lief. Wir führten mit 6:2 und dann auch 7:3 (6. Spielminute), ehe der THC zur Aufholjagd ansetzte. Doch wir hielten gut dagegen und konnten mit einer 11:9 Führung in die Pause gehen.
In der zweiten Hälfte verloren wir den Faden, insbesondere im Angriffsspiel. Zu überhastete und ungenaue Abschlüsse ließen den Vorsprung schrumpfen. Nach 20 Spielminuten (von 30) konnte der THC erstmals ausgleichen. Aber wir ließen uns nicht abschütteln. Nach 26:24 Spielminuten stand es 16:16 und die Überraschung war greifbar nah. Leider gelang uns in den letzten Minuten kein Treffer mehr, so dass wir uns letztlich mit 16:19 geschlagen geben mussten. Schade, da war durchaus mehr drin.



Somit spielten wir als Gruppendritter um den 5. Platz. Gegner hier die niederländische Mannschaft aus Aalsmeer. Zunächst gestaltete sich das Spiel ausgeglichen, wobei man unseren Mädels anmerkte, dass so langsam die Akkus leer waren. Im Angriff wurden zu viele Chancen vergeben, und in der Abwehr machten wir es den Niederländerinnen sehr einfach. Statt zu agieren wurde zu viel reagiert, was auf dem Niveau keine gute Basis ist. Nach und nach wurde der Abstand größer. Der Rückstand zur Halbzeit 8:10, der bis zur 21. Spielminute auf 10:14 anwuchs. Doch nun zeigten unsere Mädels Moral und kämpften bis zum Abpfiff, was schließlich belohnt wurde. 10 Sekunden vor dem Schlusspfiff erzielten wir den Ausgleich, der uns in ein spannendes 7-Meter-Werfen brachte. Drei Werferinnen auf jeder Seite sollten die Entscheidung bringen. Und das sollte auch genügen. Während wir zwei von drei Strafwürfen verwandeln konnten, brachten die Niederländerinnen keinen im Tor unter. Der Jubel danach war zurecht riesig. Sieht man doch, dass Kämpfen sich immer lohnt, und Aufgeben keine Option ist.

Aufrufe: 200