Boxen

Veröffentlicht am von

Hoher Besuch in der Boxabteilung

Der deutsche Meister der bdf, internationaler Champion der wbu, Weltmeister der wbu im Cruser-Gewicht – Raad Thunder Rashid – besuchte am 30.10.2019 die Boxer des TV Idstein.

Rad Rashid Mohammed Abed alias Raad Thunder Rashid (vierter von links) mit seinen Meistergürteln   Foto: Hermann Schwind

Die Boxabteilung mit Vorstandsmitglied Beate Reisner (links), rechts vom Weltmeister Trainer Daut Imeri (rotes Shirt) und Physiotherapeut René Gugges (graues Shirt)       Foto: Stefan Gärth

Idsteiner Zeitung vom 02.11.2019
Boxweltmeister besucht TV Idstein
Rad Rashid Mohammed Abed erfülllt den Wunsch seines verstorbenen Freundes und gibt Trainingsgruppe Tipps

Wertvolle Tipps gibt Rad Rashid Mohammed Abed (vorne links) alias Raad Thunder Rashid (Deutscher Meister der BDF, international Champion der WBU und Weltmeister der WBU im Cruisergewicht) den Boxern des TV Idstein.                 Foto: Stefan Gärth

Von Christine Dressler
IDSTEIN. Rad Rashid Mohammed Abed kämpft unter dem Namen Raad Thunder Rashid im Cruiser-Gewicht (bis 90,72 kg). Der gebürtige Hof-heimer, der in Frankfurt wohnt, gehört zu den 100 weitbesten Boxern. Seit er vor 21 Jahren mit dem Sport begann, sammelt er Titel bis hin zum Weltmeister. Zwischen Kämpfen in Norwegen, England, der Schweiz und nächste Woche in Montenegro besuchte der 40-Jährige jetzt die Boxabteilung des TV Idstein (TVI), die Anton Lala 2017 gründete. Hier half Rashid Physiotherapeut René Gugges, Lalas Cousin Daut Imeri und dessen Vater, Lalas Onkel Ali Imeri, ein gutes Dutzend der 20 zwölf- bis 50-jährigen Aktiven zu trainieren.

Dafür hatte der internationale Champion eine bewegende Erklärung: „Anton war ein sehr guter Freund von mir, aber ich konnte mich nicht persönlich von ihm verabschieden,, als er vor fünf Wochen mit 35 Jahren starb“, bedauerte Rashid. „Dass ich dafür endlich Antons Herzenswunsch erfülle, hier einmal vorbeizukommen, ist Ehrensache.“

Das freute nicht nur die Imeris, Gugges sowie die Jugendlichen, Männer und Frauen, die ihre Fitness ganzheitlich mit Boxelementen und Krafttraining steigern. Auch Beate Reisner vom TVI-Vorstand und Agnes Lala kamen, um den berühmten Freund des Abteilungsinitiators persönlich zu sprechen. Lala be-
stätigte, dass ihr Bruder Anton den Kampf gegen den Krebs verloren habe, und erzählte mit Daut Imeri, wie es zur Box-Abteilung gekommen war. Durch Ali Imeri, der früher selbst als Amateur deutsche und internationale Titel erboxt habe, hätten Anton und sein Cousin schon als Kinder den Sport für sich entdeckt. Dadurch hätten sie gewusst, wie gut es tue, negative Energien kanalisiert abzubauen. Mit der Abteilung habe „Anton seinen Kindheitstraum“ verwirklicht, diese Erfahrung mit dem Boxen auch anderen zu ermöglichen.

Von Verletzungen und „dirty” Gegnern

Beim Training beantworte Rashid Fragen und erzählte vom Leben als Profi: von Witzen und Gesprächen mit den Gegnern während der Kämpfe, von Verletzungen, die er wegen des Adrenalins im Ring meist erst nach dem Sieg bemerke, von den Gefühlen bei seltenen Knock-outs oder vom Ärger über „dirty“ Gegner, die unfair boxten. „Als ich mit 21 anfing, sagte jeder: ,Das wird nichts mehr‘“, riet Rashid, sich die eigenen Träume nicht von anderen zerstören zu lassen und sich lieber an positiven Vorbildern zu orientieren. Wichtig für den Erfolg seien „eine gesunde Ernährung, kein Alkohol, keine Drogen“. Viel Lob für Gugges und Imeris „richtig gutes“ Training schob Rashid nach. „Dreht die Füße mehr ein, macht immer kleine Stepps und wenige starke, gezielte statt viele schwache kurze Schläge“, gab der Profi weitere Tipps. Während der Profi unermüdlich Details korrigierte, verriet Gugges, wie skeptisch er gewesen sei, „als Anton mich 2017 bat, das Training physiotherapeutisch zu begleiten“. Doch seitdem „begeistert mich“ der vielfältige und langfristige Nutzen für Koordination, Kondition und Spannungsabbau des Boxens.

 


Vorstellung der Abteilung

Anton Lala +, Gründer dieser Abteilung

Ali Imeri, Boxtrainer

  • war Amateur-Boxer bei dem CSC Frankfurt, 1. Bundesliga
  • mehrfacher Deutscher- und Hessenmeister.

Daut Imeri, Co Boxtrainer

  • konnte durch das Training mit seinem Vater Boxerfahrung seit seiner Kindheit sammeln
  • trainierte außerdem unter anderem Thai- und Kickboxen
  • unterrichtet nur klassisches Boxen
  • hat die Trainer C-Lizenz

Daut und Ali Imeri (von links)

René Gugger, Physiotherapeut der Box-Abteilung

unterstützt aktiv die Trainingsarbeit durch eigene Trainingseinheiten, die für eine Verbesserung der Koordination, Kondition und der allgemeinen Beweglichkeit sorgen.

Hierfür steht der Boxabteilung auch der Kraftraum und ein Hallenteil zur Verfügung.

 

 


In der Trainingsgruppe geht es darum, Grundkenntnisse im Boxen zu erlernen, die allgemeine Fitness zu verbessern bzw. zu erhalten und Wettkampf zu trainieren.

Aufrufe: 1468