SG Orlen – TV Idstein = 7:0 (3:0)
Das gestrige Spitzenspiel war gleichzeitig für uns auch das 5. Spiel in 14 Tagen und es war definitiv eines zu viel für unsere junge und leider auch verletzungsbedingt ausgedünnte Mannschaft in dieser kurzen Zeit. Nach dem kräftezehrenden Spiel am letzten Mittwoch im Pokalhalbfinale fehlten gestern schlichtweg die Mittel, um einem bärenstarken Gegner Paroli bieten zu können.
Betrachtet man die Aufstellung vom Sieg aus dem Hinspiel, so musste man mit Keeper Vix sowie den Offensivspielern Schaffer, L. Neuhaus, Korte, Maxeiner und Heere gleich sechs Spieler verletzungsbedingt ersetzen, sowie die Spieler Berberich und Menzel urlaubsbedingt. Das machte in Summe acht Spieler.
Und noch dazu kam erschwerend hinzu, dass man Guckes und Kadi noch vor der Halbzeitpause verletzungsbedingt auswechseln musste, während Bick, M. Neuhaus und Bausewein angeschlagen auf dem Feld standen. Alles in allem eine viel zu große Hypothek gegen einen aktuell absolut selbstbewussten und heimstarken Gastgeber.
Konnte man sich die ersten 35 Minuten noch schadlos halten, so brachen mit dem 1:0 noch vor der Pause die Dämme. Gleich zwei weitere Treffer sollten noch vor der Pause fallen und auch nach dem Seitenwechsel bekam man kein Bein mehr ins Spiel. Der Gegner attackierte hoch, spielte zielstrebig nach vorne und war in Sachen Laufbereitschaft, Aggressivität und Spielfreude phasenweise haushoch überlegen.
Das 7:0 war am Ende auch in der Höhe verdient. Hier gilt es nun, die Lehren für das Pokalfinale in 6 Wochen gegen denselben Gegner daraus zu ziehen. Keeper Burger ist es zu verdanken, dass das Spiel nicht noch höher verloren wurde. Leider fehlte phasenweise auch der Kampf und man ergab sich in sein Schicksal.
Die Planung einiger unserer Jungs im Vorlauf dieser Partie war leider nicht so, wie man es für den Kampf um den Titel braucht. Man hat klar erkannt, wie sehr eine verpasste Vorbereitung wehtun kann und wie sehr aktuell jeder urlaubsbedingte Spieler fehlt. Eine klare Taktik konnten wir uns nicht zurechtlegen und unsere Fitness ist aktuell weit von der Hinrunde entfernt.
Jede Woche das halbe Team auf links zu drehen ist einfach zu viel, um ganz vorne dabei zu sein. Dass man im Laufe der zweiten Halbzeit vier A-Jugendliche einwechseln musste, die tags zuvor 90 Minuten im Einsatz waren, spricht ebenfalls Bände. Hier galt es dann entsprechend, nicht auch die zweite Mannschaft in den kommenden Spielen mit festgespielten Spielern zu sehr zu schwächen.
In den nun 14 Tagen Spielpause gilt es, die Akkus wieder aufzuladen, sich den Staub vom Hinfallen aus den Klamotten zu klopfen und wieder in die Erfolgsspur zu kommen. Wir stehen immer noch auf Platz 3 und wir stehen im Pokalfinale – klar, die drei Niederlagen im März tun weh, aber man spielt als Aufsteiger nach wie vor eine starke Rolle und Ziel ist es nun, diesen starken 3. Platz bis zum Saisonende zu verteidigen. Und wer weiß, vielleicht hat einer unserer Konkurrenten auch noch mal eine Schwächephase und dann gilt es, da zu sein!
FC Marxheim U19 – TV Idstein U19 = 4:3 (0:0)
Auch unsere U19 macht es den Großen nach und ständig muss man Spieler aus privaten und verletzungsbedingten Gründen ersetzen, was es dem Trainerteam nicht gerade leicht macht.
Zwar konnte man in Marxheim früh durch Spark in Führung gehen und Torjäger Waluszko erhöhte noch vor der Pause auf 0:2, doch zur ganzen Wahrheit gehört auch, dass es auch schon im ersten Durchgang in unserem Kasten hätte klingeln können.
Nach der Pause erinnerte das Spiel dann stark an die Partie aus der Hinrunde gegen FT Wiesbaden, als man nach einer 2-Tore-Führung das Spielen einstellte und gegen einen mit der Brechstange spielenden Gegner kaum Mittel fand, sich fußballerisch daraus zu befreien.
Und als ob das nicht genug wäre, lud man den Gegner mit einem krassen Fehler im Spielaufbau zum Anschlusstreffer ein. In den letzten 10 Minuten der regulären Spielzeit überschlugen sich dann die Ereignisse.
Erst bekamen wir einen Foulelfmeter, verursacht an Schneider, den Waluszko zum 1:3 verwandelte. Leider war dies aber unser Genickbruch, da ab diesem Moment der Schiedsrichter sich von den Gastgebern derart beeinflussen ließ, dass er völlig die Linie verlor.
In der 89. Minute schenkte er dem Gegner erst einen Elfmeter – Beil konnte diesen parieren, aber danach gingen wir so ungestüm in den nachfolgenden Zweikampf, dass es direkt wieder einen Elfmeter gab, der diesmal zum 2:3-Anschlusstreffer verwandelt wurde.
Warum es dann 10 Minuten Nachspielzeit gab, wird das Geheimnis des Schiedsrichters bleiben. So gab es in der 90+7 gar den 3:3-Ausgleich nach einer Ecke, was in Summe auch verdient war, aber das 4:3 in der 90+12 (obwohl nur 10 angezeigt wurden) inklusive 5 Metern klarsten Abseits war dann der negative Höhepunkt.
Klar, jeder Schiedsrichter hat es schwer, aber solche Fehler und Entscheidungen dürfen in der Gruppenliga einfach nicht passieren.
Auch hier gilt es, Kräfte zu sammeln und nach den Ferien wieder in Vollbesetzung die Punkte zu holen, um Platz 4 einer bisher durchaus starken Saison zu verteidigen.

