Fünf Tage, 15 Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren, jeden Morgen 90 Minuten Badminton – und am Ende jeder Trainingseinheit genügte eine einzige Frage: „Hat es euch Spaß gemacht?“ Die Antwort kam jedes Mal wie aus einem Mund: „Jaaa!“
Der Süwag-Badminton Ferienspaß beim TV 1844 Idstein war auch in diesem Jahr wieder eine Woche voller Bewegung, gemeinsamer Erlebnisse und vieler kleiner Erfolgsmomente.
Wer jetzt glaubt, die Kinder seien zu Beginn des Trainings erst einmal ein paar Runden durch die Halle gelaufen, lag allerdings daneben.
Schon zu Beginn jeder Einheit warteten kreative Bewegungsaufgaben auf die Gruppe. Luftballons, Tennisbälle, Ringe und Pylonen wurden zu abwechslungsreichen Parcours aufgebaut. Mal galt es, gemeinsam Aufgaben zu lösen, mal sich in kleinen Teams spannenden Herausforderungen zu stellen. Fast nebenbei wurden dabei Koordination, Schnelligkeit, Gleichgewicht und das für Badminton so wichtige Footwork trainiert.
Natürlich kam dabei auch die ungeduldige Frage: „Und wann spielen wir Badminton?“
Die Antwort folgte meist schneller als gedacht. Die Kinder merkten selbst, dass sie genau das bereits taten. Schnelle Füße, geschicktes Fingerhandling am Schläger oder das richtige Timing beim Fangen und Werfen – all das sind Fähigkeiten, die später auf dem Badmintonfeld gebraucht werden. So wurde aus jeder spielerischen Aufgabe ein wichtiger Baustein für den nächsten Ballwechsel.
Begleitet wurde die Gruppe von Franziska und Matthias Kunert, die mit viel Freude, Geduld und einem feinen Gespür für Kinder durch die Woche führten. Dabei stand nie im Mittelpunkt, wer den härtesten Schlag hatte oder der Beste war.
„Kinder lernen Badminton nicht, indem sie keine Fehler machen. Sie lernen Badminton, indem sie sich trauen, Fehler zu machen. Es geht darum, jeden Tag ein kleines Stück besser zu werden als gestern“, sagt Franziska Kunert. „Wer nicht ständig auf andere schaut, traut sich mehr auszuprobieren, entdeckt eigene Lösungen und entwickelt Selbstvertrauen. Genau das ist die Grundlage, um später kleine und große Herausforderungen mit Freude anzunehmen – auf und neben dem Badmintonfeld.“
Dieser Gedanke zog sich durch die ganze Woche. Nicht der Vergleich mit anderen war entscheidend, sondern die eigene Entwicklung. Wer am Montag drei Ballwechsel geschafft hatte und am Freitag schon acht, durfte genauso stolz sein wie jemand, der seinen ersten Überkopf-Schlag erfolgreich spielte.
Mindestens genauso schön war zu beobachten, wie schnell aus 15 Kindern eine echte Trainingsgruppe wurde. Trotz der großen Altersspanne wurde gemeinsam gelacht, ausprobiert und sich gegenseitig geholfen. Wenn einmal etwas nicht sofort funktionierte, fanden die Kinder mit ein wenig Unterstützung schnell wieder zusammen. Aus kleinen Herausforderungen wurden gemeinsame Lösungen – und genau das machte die besondere Stimmung in der Halle aus.
Am Freitag wurde schließlich deutlich, wie viel alle in nur einer Woche gelernt hatten. Die Ballwechsel wurden länger, die Laufwege sicherer und die Bewegungen flüssiger. Vor allem aber war bei jedem Kind zu sehen, wie viel Selbstvertrauen durch viele kleine Erfolgserlebnisse entstanden war.
Nun heißt es erst einmal Sommerferien genießen. Und vielleicht dauert das Warten bis zum 15. August, wenn das Badmini-Training wieder startet, für den einen oder die andere ja doch ein kleines bisschen zu lange.Wir freuen uns jedenfalls schon jetzt auf ein Wiedersehen auf dem Badmintonfeld.
Gemeinsam wachsen. Gemeinsam Badminton erleben.







