Aikido Archiv 2018

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Idsteiner Wochenblatt vom 05.07.2018
Fünfter Dan für Marion Schäfer
SPORT Aikido-Lehrer zeichnet beim TVI verdiente Schüler aus

IDSTEIN (red) – Der TV Idstein (TVI) hat wie jedes Jahr einen Aikido-Lehrgang mit Jacques Bonemaison veranstaltet. Mit über 40 Teilnehmern war dieser sehr gut besucht.
Erwachsene trainierten die japanische Kunst der Selbstverteidigung miteinander, aber auch Jungen und Mädchen mit Erwachsenen.
Der Höhepunkt des Lehrgangs war die Überreichung der Aikikai-Dan-Urkunden durch Sensei Jacques Bonemaison. „Dan” (Rang) steht dabei für den jeweiligen Erfahrungsgrad.
Thomas Hilschmann aus Potsdam erhielt die Urkunde zum 2. Dan Aikikai, Marion Schäfer vom TV Idstein nahm ihre offizielle Ernennung zum 5. Dan Aikikai entgegen.
Dies wurde mit einem kleinen Empfang gebührend gefeiert, bevor der Abend im Restaurant „Zeitlos“ ausklang.
Seit 1992 leitet Marion Schäfer das Training in der Aikido-Abteilung. Schon Kinder ab sieben Jahre können am Training teilnehmen. Sie üben dienstags von 17 bis 18.15 Uhr, danach sind Kinder ab zehn Jahre bis 19.30 Uhr dran. Jugendliche und Erwachsene trainieren dienstags und freitags von 20 bis 22 Uhr.
Besucher sind herzlich willkommen, um sich bei einer Schnupperstunde einen Eindruck zu verschaffen.

Marion Schäfer – in der traditionellen japanischen Sitzhaltung „Seiza” – erhält ihre Urkunde zum 5. Dan von Sensei („Lehrer”) Jacques Bonemaison.                                 Foto: TV Idstein

Idsteiner Zeitung vom 30.05.2018
Ein besonderes Jahr
TV IDSTEIN Seit zehn Jahren stellt die “Sport-Basis” Idsteins FSJler ein / Eine Stelle ist noch unbesetzt

Markus Grimke und Wiebke Hoof (im weißen Keiko-Gi) zeigen Marc-Luca Konradi, Oliver Mark, Ann-Kathrin Bader und Ann-Cathrin Moreno-Reichold (von links) den richtigen Griff beim Aikido Foto: wita/Mallmann

Von Nicole Suckert

IDSTEIN – Wenn sich die Schulzeit dem Ende neigt, gilt es für junge Erwachsene wegweisende Entscheidungen zu treffen: Reicht der Realschulabschluss oder soll es doch das Abitur sein? Ausbildung oder Studium, Handwerk oder Schreibtischstuhl? Da kann es guttun, einfach erst mal etwas ganz anderes zu machen – ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) zum Beispiel.

Für diesen Weg haben sich Ann-Kathrin Bader, Marc-Luca Konradi und Oliver Marek im vergangenen Jahr entschieden. Noch bis September werden sie beim TV Idstein Turnkurse, Fußballmannschaften und Gymnastikgruppen anleiten, dann tritt Ann-Cathrin Moreno-Reichold die Nachfolge an.

Hochschulreife durch Sport

Was hat es ihnen gebracht? „Nur Vorteile“, erklärt Marc. Nach der 12. Klasse ist er von der Schule abgegangen. Von einem ehemaligen FSJler wusste er, dass er durch den Freiwilligendienst die Hochschulreife erlangen kann, die er für seinen Traumberuf braucht: Er möchte Polizist werden. Aus dem gleichen Grund hat Oliver mit dem FSJ begonnen. Was er danach machen wollte, wusste der 20-Jährige damals jedoch noch nicht. Nun will er Dachdecker werden. Bei Ann-Kathrin ist aus der vagen Idee Physiotherapeutin werden zu wollen, nun der klare Plan gereift, Ergotherapeutin zu werden – und zwar für Kinder. Denn in diesem Punkt sind sich alle einig: Der Umgang mit Kindern, mit denen die FSJler beim TV Idstein hauptsächlich arbeiten, ist für sie eine besonders prägende Erfahrung. Ich habe viel im Umgang mit den Kleinen gelernt“, sagt Ann-Kathrin. „Gerade in schwierigen Situationen: Wie geht man beispielsweise mit einem Kind um, dass sich wehgetan hat?“ Aber auch der Spaß, den die Kinder beim Sport haben, wirke ansteckend. „Lächeln sie, dann freut mich das auch“, ergänzt Oliver.

Eine weitere Gemeinsamkeit ist natürlich die Liebe zum Sport: Ann-Cathrin spielt schon lange selbst Handball im Verein. Doch lerne man auch gerade im sportlichen Bereich sehr viel dazu, erklären ihre drei Vorgänger – von Leichtathletik über Tischtennis, vom Fußball zum Aikido – sie haben vieles selbst getestet und kennengelernt. Oliver möchte auch nach seinem FSJ weiterhin eine oder zwei Gruppen beim TV Idstein leiten. Es sei schon etwas Besonderes, bei so einem großen Sportverein zu arbeiten.

Die persönliche Entwicklung ist erstaunlich

Doch sei gerade die persönliche Entwicklung der jungen Helfer innerhalb eines Jahres immer wieder erstaunlich, betont Andreas Reuther, der Vorstandssprecher des Vereins. Das Jahr könne zudem als eine Findungsphase für die zukünftige berufliche Entwicklung genutzt werden. „Sie gewinnen mit der Zeit an Selbstsicherheit; das Gefühl, selbstständig zu arbeiten, tut ihnen gut!“ Die Struktur, die sie durch die Arbeit im organisatorischen Bereich lernen, bringe sie auch privat weiter.

Bereits seit zehn Jahren stellt der TV Idstein regelmäßig FSJler ein. Meist zwei, bewerbe sich aber noch ein besonders guter, könnten es wie momentan auch mal drei sein. Für Ann-Cathrin wird für den Zeitraum ab dem 1. September noch ein Mitstreiter gesucht. Die Aufgabenschwerpunkte liegen im Bereich Sport (etwa 50 Prozent) und in der Mitarbeit bei der Verwaltung und Organisation des Vereins. Die Einarbeitung wird sowohl durch den Träger, die Hessische Sportjugend, als auch durch die Einsatzstelle, den TV Idstein, durchgeführt. Ann-Cathrin will nach dem Jahr studieren. Das ist sicher! Aber was? In einem Jahr weiß sie es bestimmt!


Lehrgang mit Jacques Bonemaison, 7. Dan, vom 25. – 27.05.2018 in Idstein

Freitag, 25.05.2018
Die Turnhalle wird in ein Dojo verwandelt: Tatamis ausgelegt, das Kamiza aufgebaut.
Über 20 Aikidoka nahmen an dem gesamten Lehrgang teil und waren somit schon am Freitag zum „Lehrertraining“ da. Hier sind aber alle – auch die Anfänger – willkommen. Der Unterschied zum „normalen“ Training besteht darin, dass die Gelegenheit besteht, spezielle Fragen zu stellen und die, die Aikido unterrichten, sich austauschen können.

Samstag, 26.05.2018
Mit den Tagesgästen waren es über 40 Teilnehmer, dabei auch einige Kinder unserer Abteilung, die viel Spaß am Training hatten, denn die Erwachsenen haben nicht gezögert und die Mädchen und Buben zum Trainieren aufgefordert. So sollte es sein, alle üben miteinander und stellen sich auf ihre Partner/Partnerinnen ein.
Der Höhepunkt des Lehrgangs war die offizielle Übereichung der Aikikai-Dan-Urkunden durch Jacques Bonemaison Sensei als Abschluss der Nachmittagsstunde. Herr Thomas Hilschmann aus Potsdam erhielt die Urkunde zum 2. Dan Aikikai; Frau Marion Schäfer, Turnverein Idstein, nahm ihre offizielle Ernennung zum 5. Dan Aikikai entgegen.

Dies wurde mit einem kleinen Empfang gebührend gefeiert, bevor der Abend bei gutem Essen und Trinken im Restaurant „Zeitlos“ beendet wurde.

Sonntag, 27.05.2018
Am Sonntagvormittag fand der Lehrgang mit einem weiteren gut besuchten Training seinen Ausklang. Nach dem gemeinsamen Matten-Wegräumen und das Dojo wieder in eine Turnhalle verwandeln, konnten sich alle vor der Heimfahrt bei einem kleinen Imbiss stärken.

Wie in jedem Jahr – so auch in diesem – sagen wir ein herzliches Dankeschön an alle, die die Aikido-Abteilung mit ihrer Hilfe unterstützt haben, denn ohne sie wäre ein solches Ereignis nicht zu bewältigen. Der Kuchen, den eine Mutter für uns gebacken hatte, war eine tolle Geste und hat allen gemundet!

Vielen Dank dem Turnverein 1844 Idstein, Aikido-Club Niedernhausen und allen Aktiven!

Impressionen vom Lehrgang

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