Handball Archiv 2017

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Idsteiner Handball-Junghexen in Lana

Montag Morgen in den Ferien, 6 Uhr, Parkplatz vor der Taubenberghalle: 40 müde Gesichter gucken aus roten Kapuzenpullis und warten ungeduldig auf den Bus der Firma Roth-Reisen aus Kirberg, der die Handball-Mädels im Alter von 10 – 17 Jahren plus 8 Betreuer nach Lana bringen soll.

Um kurz nach 6 Uhr ist es dann soweit: Der Bus mit unserem Lieblingsbusfahrer Jörgen fährt vor. Schnell ist das viele Gepäck verstaut, jedes Kind hat seinen Platz gefunden, den Eltern noch kurz gewunken und schon sind wir unterwegs. Noch haben wir die Autobahn nicht erreicht und es ertönt bereits das TVI-Lied (hier regiert der TVI).

Mittags machen wir eine lange Rast direkt hinter dem Grenztunnel Füssen und stärken uns mit dem vielen Proviant, den uns die Eltern auf die lange Fahrt mitgegeben haben: Käsetaschen, Blätterteigschnecken, selbstgebackene Oster-Hefe-Häschen,  Hackbällchen, jede Menge Obst und Brezel und vieles mehr.

Gegen 17 Uhr kommen wir dann endlich in Lana bei unseren Unterkünften an. Die Einteilung der Mannschaften auf die drei Häuser findet vor Ort statt und geht nahezu reibungslos über die Bühne. Abends essen wir in einer Pizzeria; es finden bereits die ersten Annäherungen zwischen den einzelnen Mannschaften statt.

Der nächste Tag wird sportlich sehr anspruchsvoll. Als erstes fahren wir nach Naturns ins Erlebnisbad. Dieses öffnet am Vormittag exklusiv für uns. Mit einer großen Rutsche, einigen Whirlpools und einem Wasserball ist für reichlich Spaß gesorgt. Nach einem kurzen Imbiss in der Unterkunft empfängt uns Harald Stauder, der Bürgermeister von Lana. Vielen von uns ist er inzwischen schon bekannt, denn bereits letztes Jahr wurden wir von ihm empfangen, beim Gegenbesuch in Idstein erhielt er von den Mädels einen Extra-Applaus im Zieleinlauf beim Stadtlauf. Auch dieses Jahr läuft Herr Stauder wieder mit den Mädels einen Waalweg hinauf zu einem Wasserfall und wieder zurück. Einige Kinder müssen bereits an ihre Grenzen gehen, andere „fliegen“ hin und zurück. Nach ca. 45 Minuten sind alle wieder im Ziel und stärken sich mit Apfelsaft.

Direkt nach dem Lauf fahren wir nach Algund, in die Nähe von Meran. In Algund warten zwei Handball-Mannschaften auf uns, die gegen die wC-Jugend und gegen die wB-Jugend spielen. Der wC-Jugend gelingt – obwohl ersatzgeschwächt – ein Sieg, die wB-Jugend unterliegt den Mädels aus Algund.

Am Mittwoch Morgen steht sehr zum Leidwesen der Mädels ein kurzer Trainingslauf auf dem Programm. 20 Minuten durch die Apfelplantagen laufen, normalerweise kein Problem, aber nach dem harten Programm am Vortag fällt der Lauf schwerer als gedacht. Als Belohnung fahren wir am Vormittag nach Meran, wo die Mädels bei herrlichem Sonnenschein nach Herzenslust shoppen oder an der Etsch spielen dürfen. Nachmittags steht für jede Mannschaft noch eine Trainingseinheit an. Zu allem Überfluss müssen die Mädels abends auch noch knapp 4 km zum Restaurant laufen, und natürlich auch wieder zurück. Einige Mädels zeigen ihre „Begeisterung“ über diesen Fußmarsch sehr deutlich.

Donnerstag Morgen wird auf den Frühsport verzichtet, dafür findet bereits ab 10 Uhr das erste Spiel in Lana gegen Tisens statt. Unsere jüngste Mannschaft, die wD-Jugend, darf sich mit dem amtierenden italienischen U12-Vizemeister messen. Gegen die ungewohnt defensive Spielweise des Gegners (in Italien ist in der Altersklasse eine defensive Deckung vorgeschrieben) tun sich die Junghexen zunächst schwer, kommen dann besser ins Spiel, verlieren am Ende aber deutlich mit 23:15.

Als nächstes tritt die wC-Jugend gegen die U14 von Tisens an, ebenfalls italienischer Vizemeister. Und mit einer knappen Niederlage von 29:25 ziehen sich unsere Mädels achtbar aus der Affäre, überraschen durch ihr schnelles Spiel. Auch der wB- und der wA-Jugend will an diesem Tag kein Sieg gelingen. Ist aber nicht schlimm, wir feiern trotzdem am Abend mit den Gegnern gemeinsam im Jugendzentrum von Lana.

Es dauert nicht lange, da finden sich alle Mädels, die italienischen und die deutschen in einem Kreis zusammen und singen den ganzen Abend Lieder, anständige und auch nicht ganz so anständige.

Freitag früh ist der Spaß dann schon wieder vorbei. Um 8.30 Uhr fährt uns Jörgen zurück nach Idstein, wo wir unter lautem Gesang und einer Ehrenrunde gegen 18.30 Uhr vor der Taubenberghalle ankommen. Nach einem gemeinsamen Abschlusslied freut sich nun jeder auf die Erholung an den Osterfeiertagen.

Fazit: Das Wetter war herrlich (bis zu 29 Grad), die Stimmung prächtig. Die Fahrt nach Lana hat die Mädels – und auch die Betreuer – untereinander näher gebracht. Auch wenn die 5 Tage sehr anstrengend waren, lohnt sich doch jede Minute. Auch im nächsten Jahr wollen wir wieder eine Fahrt nach Lana anbieten.


Handball-Frauen schaffen Wiederaufstieg in Landesliga

Es ist geschafft: Die Handball-Frauen des TV Idstein sind wieder in der Landesliga
Impressionen vom Spiel gegen Eltville

 

Wiesbadener Kurier vom 10.04.2017
Meisterjubel am Hexenturm
FRAUEN TV Idstein macht Landesliga-Rückkehr durch 32:19-Schützenfest über Eltville perfekt

Von Manfred Schelbert
WIESBADEN – Erfolgreicher Saison-Abschluss für die Landesliga-Handballerinnen der HSG VfR/Eintracht. Die Wiesbadenerinnen, bei denen Nora Lundgrün-Paraskevopoulos ihre Karriere als aktive Spielerin beendet, das Team aber als Physiotherapeutin weiter betreut, gewannen bei der TSG Eddersheim II mit 28:23 und belegen damit in der Abschlusstabelle Rang vier. In der Bezirksoberliga steht der TV Idstein nach seinem 32:19-Sieg gegen die TG Eltville zwei Spieltage vor Saisonschluss als Meister und Rückkehrer in die Landesliga fest.

Bezirksoberliga
TV Idstein – TG Eltville 32:19 (15:16). – Jubel beim TV Idstein. Mit diesem Kantersieg stehen die Ladys vom Hexenturm als Meister fest. Bei der anschließenden Feier beim Idsteiner Italiener Augello ging natürlich die Post ab. So wie vorher auch auf dem Spielfeld. „Wir waren in allen Belangen überlegen“, strahlte denn auch Meistertrainer Frank Stübing, der in der nächsten Saison den Trainerstab an Dirk Lotters (kommt von der TSG Oberursel) übergibt, mit der Frühlingssonne um die Wette.

Tore: Pauler (8), Ruchti (6/2), Kemmler (5), Amstutz (4), Aro (3), Rösler (2), Schepek, Beyler, Neubert, Reichert / Schumacher (7/1), Mester (5), Kießhauer (4/4), Christ (2), Rauser (1).

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